Das v. Buch. Kap. cxxm. K. Adolph. 583

VolckAnno 1^37. zugezogen/ hat sich der B'schoff den hant und gewahr sin worden gäntzliche und zu Straßburg Cunrad ^err von Lichtendem in ogsunnecliche zu Nutz und zu Erberkc'it deß Heiligen heimliche Verständnuß mitFranckretch eingelassen / Riches an manigen Dingen / und zu allen Stun- und war dem Bischoffallderett wol bewust daß '' ö- den / an den Ehrsamen wisen tüten / den Bürgern Mg Adolph bey Churfürsten und andern sürnehmcn von Mormesse und von Spire / unsern lieben und standen in Mißgunst gefallen / und sie denselben Getruwen. Oarumb haben wir sie in unsermSchirm gern deß Reichs entsetzt gesehen. Derhalben ini El^ und Helffe genommen / und geloben sie mit gutem M dem König nachgestellt/ undzu verhafften listige Truwcnzubeschirmene/und jhnzuhelffene/alsehie- Mittel versucht/ denen König Adolph / als er der nass geschrieben steht. Aachen avisi,t / durch Umbschweiffkümmerlich ent> Zu dem ersten / nement dieselben Wisen Lüte mit kommen. Im berührten Jahr umb Psingsten ha- einander / nemeliche und ußbundenliche dieOe- vm etliche Churfüriien eine Zusammenkunfft gen lubdeunddieVerbundnusse / die die Burgere von ^gtrgl.legt / zudem Ende/ daß sie von Entsetzung Mentze/ von Wormesse, und die Burgere von Spi- Honigs Adolphi sich nwchten unterreden. Da nun re enander hant gethan / also sie jhr Briefe geben oie Gach demselben ve, kundschafft ' hat er die hant / daß sie die mitenander und jegenanderhal- Strasse,, mit Kriegs ^ Volck beschlösset, / daß man ten wollent. Und das nit jrren soll die Verbünd- Gefährlichkeit halben nicht reysen können. Dero>» nusse die wir und sie enander bant gelobet / die Ver­wegen Cbur«Sachsen und Brandenburg zu Ca« bundnusse die sie enander gethan hant / also sie jhr ^n m Böhmen die Tagsa^ungfürgenommen/ und Brieffe enander hant gegeben / die sind also daß sie oaie.bst deß Churfürsten von Mäyntz erwart. Aber enander sollen beholffen sin / wo man jhn an jhr Fri« Konig Adolph verstellt demselben allen P>'.ß / daß heit/ an jhr Rechte / an jhrLibe oderanjrGutun, " dahin nicht können gelangen. Also ist der Chur« recht tcte. <)!>,' ^"''^ben für dißwchl vergeblich abgangen: Das ist also / daß wir denselben Bürgern von

"n Iiuc eolun^em I'rincipun, , czui le cliceKaiN WorMtsst UNd V0N Spilt / UNd lN V0N)edwedtr

k'""V ^'" ^^^^ eli^cre , macl^ii^uic, in rläicu- Stadt gtlobtNt Mit gUttN TrUWtN / daß Wl> sit

^'"^^un'erla. Es haben aber dieselbe ihr Ge- schirmen und ji'N helffen, wo jhn jeman Unrecht

'uly^crtzog A!b,ccht in Oesterreich in Schrifftcn thäte / und sie der Ratl, von jedwederStadt uns

''ooulchBottschajfc erklärt, und auffs künfftige geschworn hant vor sich und jhre Mitdurgere / und

zu« !< ^ '"'l aller seiner Macht in Bereitschafft die Gemeinde von jedweder Stadt / uns zu helf«

l !"uen / und bey vorhabender Mahl gen Mäyntz fene wider mengelicht / und nicht zulassene in keine

iu ei ocbcn ermannt- Solche Bottschafft hat Her. Wise.

^og Mrecht mil Wolgefallen vernommen / und Bi denselben guten Truwen geloben wir den-

leilic Hach dahin gericht / daß er etli! er Fürsten/ selben Bürgern von Womlssse und von Spire, und

^'."fen / Hmen und Städte Freundschafft und jhnvon jedwederStadt, alleihseFriheit / also sie

^ Überbauet / insonders werden namhafft er sie habent an Brüsten von Käysern odcrvonKüni«

lchlt lischest Cunrad zu Straßburg / <b» item der gen unsern Vorfahren/ den O'ottgenade / und euch

von Costiny/ ,.V die (trafen von Leiningen und von uns / von Bebesten / oder vonBischoven/ ze

Zwlyblücten / die Grafen von Ochsmstein / von haltene ane U> suche/ und nit zu ergerne/ als ob unser

Miburq / und von ^ohcnloe / und die Stadt Landvoget / oder ander unser Ammetlüte jhn dic in

^ t,a^burg. lo 'sönig Adolph vieler hoher und dehcine Wiß ve, biechent/ daß wir jbn das abelun

'Ulnebmer Fürsten schwüriges Vorhaben verspürt / vorßlichleclicke / und bewabren daß sie deß erlassen

^attr IM ^icniber gc«,en Cbur Fürsten / Herren werden- Undobe jhndas jeman anderstete/ daß

«>w ständen schweilick beklagt / und deren viel wir sie danne schirmen und ihn helfen getruweliche

0 wegt / daß sie ihme mit Leib / Haab und Blut und festecliche/ ane alle geverde / wir und unser Am-

s" "l',en und bcymstehen sich willig vernehmen las' metlütt.

^' / Habens auch würcklich erwiesen- c7/^o». c<>/. Und der Grundtrur sollcnt sie ledig sin gäntzli«

^ ^ 2. ^««<l/. /H»«« ^^. Von den che/wande sie umecht ist/und widerteilet von unsern

f's"" ^eichs^ tädten haben sich König Adolphe Vorfahren.

Gliders Wornibs und Speyr / so vfft es seme Mr auch' daß sie sunder oder sametjeman an-

^cotydurfft erfordert/ getreu und standhafttig erwie« griffe' oder häte anegriffen an Lide oderan Gute/ va<

^'"ndjetzo in seiner Widcrwältigkeit zu Hülffund rent oder ilent siedemenach/ in deß Riches oder in

^ . ""^" l"ne Feinde ihr äusserst Vermö. andere Herren landen/ daß sie jhn gerne begrieffen,

""'""»prochen. Dcrhalben König Adolph mit be, und suchen sieden inHüsern / undsticssent Thüren

luyrten beyden Städten im derbst am Tag ^ruci« nach dem uff und was sie darzu thunt/ darane sollent

«?<?".. ^trbl'mdnuß inTeutschcr Sprach sie nit freveln' an dem Landfrieden/ noch gegen uns,

«uMencht, d,e von Wort zu Wort folgenden In. noch gegen andern Herren. Ä ^ < ^ Käm esoucl, also/daß wir usser Land weren/

^lr Adol,h von Gottes Gnaden ein Römischer lmd do schusscnt etliche Herre angnefe/sin Man/der

wollentwissen von jhmegefabren were/ und Bürgerwereworden

lc!!«"/ ^ ^ ^'^^" ^''''ls immer sehent oder hörent in etlicher deß Riches Stadt, die nach einer ander

un?k "u oder hernach/ daß wir durch gantzeTruwe Stadt geftiet were/ und der 5erre spreche/ daß der

>l oewehm '> taiigkcit, die wir und unser Erdem Mann nit gesessen were reckte also ein Burger der

-""l'«U)ren Kaysere und Könige von Rom befun- Stadt / und der Herrc das züge an die Stadt/ nach

Dd dd 3 der