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Dörfer bildeten.') Sehr häufig bekamen fie dann den Namen vom ursprünglichen Erbauer des Hofes, oder, wenn mehrere Hofherrn nahe bei einander lagen, vom Besitzer des Haupt­hofes; bald war auch ein Berg, an dessen Fuße sie erbaut waren, bald ein Fluß, bald ein Bach u. dgl. die Ursache i ihres Namens. So mag denn das sechste Jahrhun- ^ dert unserem Algesheim, sowie auch den ande- ! renDörfern in seiner Umgebung dieEntstehung ^ gegeben haben.

Ausdrücklich erwähnt wird es zum erstenmal in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch an der Bergstraße vom 22. Novemb er-V66, vermittelst welcher Nanther und Hiltrud genanntem Kloster 30 Morgen Acker­land inAla gast es heim" zum Geschenke machen. 2) Ganz ähnliche Schenkungen an dasselbe Kloster finden statt im Jahre 770 2) und 779/) erstere bestehend in einem halben, letztere in einem ganzen Mansus«) und sechs Morgen Ackerland, alles gelegen zuAlagastesheim" im Wormsgau. Da um die­selbe Zeit noch andere Ortschaften in der näheren Umgebung, wie Dromersheim (766)«), Frei-Weinheim (772)?), Gaulsheim (772)»), Ingelheim (774)») in Urkunden erwähnt werden, so sehen wir, daß die ganze Gegend schon damals stark bewohnt war.

Nur in den drei erwähnten ältesten Urkunden heißt unser OrtAlagastesheim," in späterer Zeit kommt ervorunter den Namen:Alginsheim,"Alengreheim/Al- gishcim,"Algiesh eim,"Algesheym/ und auf dem Gerichtssiegel, das noch bis zum Ende des vorigen Jahr­hunderts im Gebrauche war, heißt erAlgeushcim."

Woher stammt nun aber die ursprüngliche Benennung Alagastesheim? Wir haben oben gehört, daß die neu

0 Kremer, Geschichte des Rheinischen Franziens. XXVI.

Oo>I. Imuresli. II, 125. n. 1143. Ibick. II, 126. n. 1144.

0 Ibiä. II, 125. n. 1142.

b) Ein Mansus war so viel Ackerland, als mit einem Paar Ochsen das Jahr hindurch bebaut werden konnte. Außerdem gehörten auch »och Wiesen und Weinbcrqe dazu, im ganzen ungesähr 30 Morgen.

«> Lvlianuat, 'I'rack. Vulck. 2. n. 4. Iliiä 18. o. 35. Oock. I-suresIi. II, ii. 1194. v) Xon. Vrano. «pull l-ouguot V, 38.

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