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Auch in dem folgenden Jahre wütete der Krieg noch fort. Wenn er auch hauptsächlich im oberen Teile des Erzstiftes geführt wurde, so fehlte es auch keineswegs in unseren Ge­genden an kleineren Plänkeleien. Das nahe Ingelheim war Pfälzisch, und der Pfalzgraf Friedrich stand auf Seite Diethers gegen Adolf. Da konnten kleine Zusammenstöße nicht ausbleiben. Sokamen anno 1463 auf kuritioationio Llariaz l) etliche aus den: Volk, das zu Ingelheim im Saale lag, vor Algesheim; dieses gewahr werdend, begaben sich ihrer bei 50 heraus, streiften ihnen nach, die von Ingelheim stellten sich zur Wehr, erstachen der Algesheimcr 10 Mann und 24 nahmen sie gefangen, bekamen 17 Armbrust und 3 Handbüchsen, diese 24 Personen mußten geben 300 fl., daß

sie ledig wurden."^

Auch nachdem im Oktober 1463 durch Verzicht Diethers auf den erzbischöflichen Stuhl der Friede wieder hergestellt war, blieb Algesheim verpfändet. Die Pfandschast über­trug der Markgraf im Jahre 1466 für fünfzigtausend Gulden an den Grafen Philipp von Katzenelnbogen.«) Dieser aber gab dieselbe im Jahre 1468 seiner mit Christoph von Baden verlobten Tochter Ottilie als Heiratsgabe. H Endlich löste Erzbischof Diether Algesheim im Jahre 1480 wieder ein«) und gab cs dem zu seinem Nachfolger bestimmten Her­zog Albert von Sachsen zum lebenslänglichen Genüsse, wozu Alberts Vater, der Kurfürst Ernst von Sachsen, zwanzigtausend Gulden hcrgeschossen, unter der Bedingung, dieses Geld nie zurückzufordern, wenn Albert einst zum wirk­lichen Besitze des Erzstifts gelangen sollte. Da diese Bedingung später erfüllt wurde,«) so verblieb auch Algesheim ohne weitere Einlösung bei dem Erzstift.?)

Mariä Lichtmeß, 2. Februar.

2) Chronik von Bingen,. Sander, S. 202.

Ooannis, Rer. blox. II, 161 .

H Wenk, Hess. Landesgesch. Urkunde I. 26l.

5) Nach dem Tode Adolfs, 1475, wurde Diether wiederum zum Erzbischof gewühlt und blieb es dann bi» zu seinem Tode 1482.

e) Nach Diethers Tode ward Albert, da er erst 18 Jahrs alt war und deshalb nicht Erzbischof werden konnle, vom Kapitel alsAdmi­nistrator und zukünftiger Erzbischof" anerkannt, Er starb schon nach zwei Jahren, 1484. ?) Schaab, Geschichte der Stadt Mainz, lll, S. 448.