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Eberbach beköstigt; besonders mußte das dort befindliche große Faß mit gutem Wein herhalten, von dem hernach, als der Aufstand für die Nheingaucr seine schlimme Wendung genommen hatte, das Sprichwort entstanden:
Als ich auf dem Wacholder saß,
Da trank man aus dem großen Faß;
Wie bekam un» das?
Wie dcnr Hunde das Graß.
Der Teufel gesegnet uns das.>)
Nach einer glaubwürdigen Urkunde*) hat das Faß 74 Karraten, also 296 Ohm, Wein enthalten und eine spätere Hand bemerkt: „dieses große Faß haben die Nheingaucr ausgetrunken im Jahr 1525 bei dem Bauernaufstand, so daß es während 19 Jahre leer lag.?)
Während die Nheingauer aus dem Wachholder lagen und guter Dinge waren, verbreitete sich die Nachricht von den Niederlagen, welche die Bauern in Württemberg und anderwärts erlitten hatten. Darum verließen sie alsbald den Ort und zogen still nach Haus in der Hoffnung, man werde sie, wenn man sie nicht mehr unter Waffen treffe, in Ruhe lassen. Doch sie hatten sich getäuscht.^)
Von dem schwäbischen Bundesfcldherrn Truchseß von Waldburg lief ein Schreiben ein, daß er trotz der von dem Mainzer Statthalter, dem Bischof Wilhelm, eingelegten Fürsprache mit Heeresmacht in den Rheingau ziehen müsse, um sie zum gebührlichen Gehorsam zurückzubringen, wenn sie nicht sofort Abgeordnete schickten, um sich auf Gnade und Ungnade zu ergebend) Sie zogen das letztere vor, mußten sich aber dazu verstehen, daß der Rheingau zur Strafe 15000 Gulden zahle, dem Landesfürsten aufs neue huldige und im Gegensatz gegen die Wachholder-Artikel eine Anzahl ganz anderer annehme und befolge.
Nach diesen sollten sie alle Waffen ausliefern, nie mehr solche tragen und schwören, sich nicht mehr zu empören; die
>) Schunk, a. a. O. S. 235. *) Dem sogen. Oeutus momorias.
2) Bodmann, Nheing. Alterth., S. 188.
Schunk, a. a. O. S. 235.
4) Gegeben zu Würzburg am 12. Juni. Schunk, a. a. O, S. 238.
