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nommen haben,') zu glauben, daß die Erbauer Algesheims bereits Christen waren.

Die christliche Gemeinde von Algesheim stand von jeher unter dem bischöflichen und seit den Zeiten des hl. Boni- fatius (um 746) unter dem erzbischöflichen Stuhle von Mainz und gehörte zum Archidiakonat des Propstes des Liebfrauenstiftes auf dem Felde.?)

Nach Algesheim wurde ein eigenes Landkapitel?) ge­nannt, dem ursprünglich 42 Pfarreien diesseits und jenseits der Nahe, gegen Ende des vorigen Jahrhunderts infolge einer neuen Beschreibung noch 29 Pfarreien angehörten.^) Häufig war der Pfarrer von Algesheim Dekan dieses ausgedehnten Landkapitcls.

Zum erstenmale wird ein Pfarrer ermähnt im Jahre 1334, ein Kaplan im Jahre 1341.?) »

Außer dem Pfarrer gab es noch mehrere Altaristen, d. h. solche Priester, welche an gewissen Tagen zur Dar­bringung des hl. Meßopfers, gewöhnlich an einem bestimmten Altäre verpflichtet und dadurch zum Bezüge der damit ver­bundenen Einkünfte berechtigt waren. Da letzterem der Regel sehr gering waren, so wurden diese Altäre gewöhnlich solchen

') Vergleiche oben Seite 3.

2) Lvolesia oollogiata L. blariao virginis in vampi» blogunt., vich. äVurcktivein, vioeo. blo^. in Xrolnäiaeonatus ckistinota, Lomsnt. II. Die ganze Erzdiözese war in Bezirke, Archidiakonate, eingeteilt, an deren Spitze ein Archidiakon, der in früheren Zeiten ein Diakon, spä­ter aber ein Priester war, stand und im Auftrag des Bischofs seinen Bezirk visitierte, aber auch besondere Rechte in demselben ausübte. Das Liebfrauenstift auf dem Felde war das spätere hl. Kreuzstift.

3) Landkapitel ist ungefähr dasselbe, was wir jetzt mit Dekanat be­zeichnen.

H Diese 2S Pfarreien waren: Algesheim, Appenheim, Budenheim, Bingen, Büdesheim, Dietersheim, Dromersheim, Frei-Laubersheim, Gau-Bickelheim, Gaulsheim, Kroß-Winternheim, Hackenheim, Heides- heim, Kempten, Münster, Neu-Bamberg, Niederheimbach und Trecht- lingShausen, Nieder-Jngelheim, Oberheimbach, Ober-Hilbersheim, Ober- Ingelheim, Ockenheim, Pfasfen-Schwabcnheim, Sauer-Schwabenheim, Sprendlingen, Volxheim, Welgesheim, Wöllstein, Zotzenheim. Jetzt bildet Algesheim mit nur sechs anderen Pfarreien ein Dekanat, das nicht einmal mehr seinen Namen führt, sondern nach Ober-Ingelheim genannt wird.

V) Über die Pfarrer und Kapläne Näheres im zehnten Abschnitt-