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Priestern verliehen, welche bereits im Besitze einer anderen Stelle waren, auch wenn sie nicht an dem Orte selbst wohnten. Aber es zeigt immerhin von christlicher Gesinnung und großer Opferwilligkeit, wenn mehrere solcher Altarbeneficien in einer Gemeinde vorhanden waren. Solche Altäre waren in Algesheim: der Muttergottesaltar, der Krcuzaltar, der St. Mi­chaelsaltar, der St. Antoniusaltar,l) der St. Johan­nisaltar, der St. Barbaraaltar und der St. Kathari- nenaltar.2) Der Muttergottesaltar, der Kreuzaltar und der St. Barbaraaltar standen in der Pfarrkirche, der St. Johannis­altar in der St. Johanniskapelle und der St. Michaelsaltar in der St. Michaelskapelle; wo der St. Autoniusaltars) und der St. Katharineualtar stand, ist nicht aufzufinden.^)

Die Altargüter der Altäre St. Johannes und St. Barbara kamen im Jahre 1614 zum Pfarrgut, wofür der Pfarrer verpflichtet wurde, einen Kaplan zu Haltens) die Güter der Altäre vom hl. Kreuz und von der hl. Katharina wurden Schulgut,«) was aus den Gütern der übrigen fun­dierten Altäre geworden ist, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

Aus allem diesem erhellt, daß schon von alten Zeiten her viel kirchlicher Sinn in Algesheim gewaltet hat; aber dieser fromme Sinn beschränkte sich nicht bloß auf das Innere der Kirche, sondern trat auch äußerlich sichtbar hervor.

So zog schon bei Beginn des Frühjahrs, am Ostermontag, eine feierliche Prozession auf den Laurenziberg,?) ebenso am Montag in der Bittwoche, woselbst jedesmal Amt und Predigt gehalten wurde. Am Dienstag in der Bittwoche zog die

st "VVurätvsin, Oioee. Llox. io Xrod. äist-, Ooin. II. p. 294.

2) Aus den Pfarrakten. Die Urkunde über die Verleihung des letz­teren an einen Priester des St. Stephansstistes zu Mainz im Jahre 1628 ist in einem Pfarrbuche ausgezeichnet.

st Sollte damit nicht vielleicht dasAntoniusgäßchen" in Beziehung stehen?

st Näheres über die Pfarrkirche und die Kapellen im folgenden Abschnitt.

st Notiz in den Pfarrakten.

st Ebendaselbst. Über dasCrucisaltarhaus" siehe den 1l. Abschnitt.

st Richtiger gesagt nach Bergen, der Name Laurenziberg ist neu.