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sein. Das Altarbild von diesem Altar, welches noch in der Kirche hängt, trägt die Jahreszahl 1724.H
Der Josephsaltar stand auf der rechten Seite nach dem Mare hin gesehen, der Muttergottesaltar auf der linken Seite, dann folgte der Taufstein und neben diesem in der Ecke stand der Barbaraaltar. Sämtliche vier Altäre wurden bei der mißglückten Kirchenrcstauration im Jahre 1852 entfernt und durch drei geschmacklose hölzerne Kasten ersetzt. Der neue Muttergottesaltar blieb an der Stelle des seitherigen, aus dem ehemaligen Josephsaltar machte man einen Laurentiusaltar, indem man das Prozessionstragbild des heiligen Laurentius daraufstellte, und der Barbaraaltar, von dem das nördliche breitere Seitenschiff der Kirche noch jetzt den Namen „Barbarabau" führt, wurde ganz niedergerissen, die Altarplatte, gleichsam zum Andenken auf den Boden gelegt und der Taufstein darauf gestellt.^)
Der jetzige Hochaltar, aus Eichenholz geschnitzt, wurde dem Stile des Chores entsprechend im Jahre 1875 errichtet und im darauffolgenden Jahre durch Bischof Wilhelm Ema- nuel konsekricrt.3) »
Am Sakristeieingang steht der schöne Grabstein des Ritters Konrad, Marschall von Waldeck, gestorben 1463, kor. 3 post Llartini. In der Rechten hält er den Rosenkranz, in der Linken das Schwert.^ Ihm gegenüber im Chore steht
>) Die Inschrift lautet: donorem vei L. V. 11. st 8. 4aoobi
R. O. 4. 4aeod Ilnapx, praepositus all 8. Llartiuuw, IVesalias anno 1652 primo kos altare eriZi nun« autein I). 4. <4. Nemming vonsil. Iloguut. ejus uxor 4oauva 8oplüa et Prater ezus I>. 4. Petrus Lnapp noviter exstrui et singulis annis quatuor inissas savriüoia le^i eurarunt anno 1724.
2) Schon seit 1793 durfte übrigens an diesem Altäre keine hl. Messe mebr gelesen werden, da in der französischen Zeit der damalige Kaplan Oest nach der Flucht des Pfarrers Leiden den Altarstein mit den Reliquien herausgenommen halte, um auf demselben in der Schule die hl. Messe lesen zu können. Notiz im Pfarrarchiv.
») Der Altar kostete 2400 M.
H Von den Rittern von Waldeck (Burg hinter dem Gebück im Rheingau) hieß wegen des von ihnen getragenen Erblandhofamtes ein angesehenes Hauptgeschlecht: Marschälle von Waldeck. Sie starben im 16. Jahrhundert aus. Bodmann, Rheing. Alterth-, S. 365.
