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das Denkmal des Marquis de Bethune, privoo äs IisIIs isla,!) am Chorausgange dasjenige des Amtskellers Elias Becker (1685 — 1718), seiner Frau (j- 1715) und seines Sohnes (i1717).2) .
An der Außenseite der Kirche neben dem südlichen Eingänge steht der Denkstein eines Edelsräuleins: ^.imo 1502 ist gestorben Jungsrau Elisabeth von Babenhausens) mit den Ahnemvappen der von Babenhausen, Faulhaber, Alzey, Weiß von Limburgs) An der südlichen Außenseite des Chores befand sich früher ein Ölberg, er ist dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen, Überreste von Malerei sind noch jetzt vorhanden. Sowohl an dem südlichen als auch an dem nördlichen Eingang war ein Vorbau, sie wurden beide bei der oben erwähnten Kirchenrenovation entfernt. Unter dem Chore hin läuft noch jetzt ein breiter gewölbter Gang, welcher aber in neuerer Zeit auf der einen Seite vermauert wurdet)
Die Kirche macht weder von außen noch von innen einen erhebenden Eindruck und entspricht nicht der Würde eines Gotteshauses und ebensowenig den Bedürfnissen der Bewohner von Algesheim. Schon im Jahre 1784 bei der erzbischöflichen Pfarrvisitation wurde die Kirche als zu klein erkannt«) und heute, 100 Jahre später, wo die Einwohnerzahl sich verdreifacht hat, steht noch dieselbe Kirche?)
>) Siehe oben Seite 21.
2) Über die Frau des Amtskellers stehen die schönen Worte auf dem Denkmal: es verloren an ihr der Gatte die treueste Gattin, die Kinder dis zärtlichste Mutter, die Verwandten die liebevollste Schwester, die Algesheimer Kirche ihre Zierde, das Gotteshaus die größte Liebhaberin, die Ordensleute die freigebigste Wohlthäterin, die Kranken ihre tägliche Arznei, alle Armen eins milde Mutter, die Frommen ein liebenswürdiges Beispiel der Tugend, alle Guten endlich eine wahre Freundin.
«) Die Familie war im Bachgau seßhaft- Steiner, Bachgau, II, 254. Archiv für Hess. Kesch. VIII, 331. ^
Gänge unter Kirchen, welche als Verbindungsstraßen oder als Stadtthore dienten, finden sich vielfach. So z. B. in Aschaffenburg unter der Sandkirche, in Würzburg unter dem Chore der Bvrkardkirche.
«) PfarrvisitationSprotokoll im erzbischöflichen Archiv zu Mainz.
si In einem Pfarrbericht vom Jahre 1802 wird die Kirche auf folgende Weise geschildert: Sie hat in dem Innern 4 hölzerne, geringe Altäre, schlechte Bilder, Stühle und Orgel, ist dunkel, feucht, etwas vertieft, hat angelaufene Wände, die Renovation nötig haben und ist auch nicht geräumig genug, die Pfarrkinder auf einmal zu fassen.
