Gliederung, die zwar nicht durchgreifend ist, dennoch aber einige Abtheilungen hervorruft. Namentlich stellt sich von dem Buben- heimer Berg an der nordliche Theil des Beckens mehr als ein geschlossenes Ganzes dar, welches denn auö ^sonders als Neu­wieder Becken bezeichnet wird.

Betrachte» wir das Becken von irgend einem bedeutenden Höhepunkte, so stellt es sich in der größten Mannigfaltigkeit als eine der anmuthigsten Landschaften dar. Die Höhen von Vesselich und Weitersburg, der Friedrichsberg, die Alteck, Neugsdorf, Mon- repos, Hüllenberg und Windhaufen sind die vortrefflichsten Stand­punkte auf der rechten, der Kühkopf, die Nübenacher Hohe, der Plaidter Hnmerich und der Andernacher Kirchberg die besten Standpunkte auf der linken Nheinseite. Die Ansicht, wir mögen sie nehmen, wo wir wollen, gibt nns das Bild der Anmuth, der Heiterkeit und der lebendigsten Harmonie. Sie ist nicht zu weit, um nicht jeden auftretenden Punkt deutlich kennbar zu lassen, und dabei rings um von einen: schönen Nahmen umgeben; sie ist auch nicht zn beschränkt, um den Blick unangenehm zu beengen. Durch das weite Thal fluthet der prächtige Rhein in mehreren Krüm­mungen, als wolle er das anmuthvolle Bild selbst noch mehr beleben, fünf grüne Infeln fest umschlingend; seine Ufern sind von zahl­reichen Ortschaften belebt. Die Berge behalten fast alle noch einen Schein ihrer grünen Belaubnng und nur die entferntesten treten im helleren Blau hervor. Der Gränzzug zur Rechten behält fast gleiche Höhe, doch lieblich gelagerte Ortschaften, Höfe und andere Gebäude, wie das frenndliche Monrevos, auf feinem Rücken tra­gend. Auf der linken Seite dagegen erblicken wir ein anfcheinend ganz ungeregeltes Gewirr von flachen oder sanft ansteigenden Feldern und zahlreichen einzelnen oder zusammenhängenden Kegeln, den alten erloschenen Vulkanen, von welchen der Carmelberg und der Plaidter Humerich recht bedeutsam auf das Thal herab fchaueu, während der Hochsimmer, der Forst, zwischen ihnen der Sulzbufch und nördlich davon der Gänsehals uns aus weiter Ferne sichtbar werden, bis der Bergzug von Laach mit seinen Kegeln allmählig wieder bis zum Rheine herantritt. Aber auch hier fehlt es nicht an belebenden Punkten; auch hier schauen Dör­fer, Kirchen und Höfe in die Th alfläche hinab, die zahlreiche Ort­schaften trägt.