Nachwort.

Gleichwie in diesem Buche einigen hervorragenden Neuwieder Männern ein Stein der Erinnerung gesetzt wurde vom verehrten Verfasser, erübrigt es leider jetzt schon, dem letzteren in gleicher Weise einen Nachruf zu widmen. Auch er war ein Ncuwieder und wurde einer d:r ausgezeichnetsten Forscher der Nheinlandc. In frühzeitig schied er aus diesem Leben, welches für ihn ein stetes Ringen für die Wissenschaft gewesen. Wir rufen ihm hier am Schlüsse des letzten seiner Werke, trauernd ein Lebewohl nach.

Philipp Wirtgen

wurde am 4. Dezember 1806 zu Neuwied geboren, und, obschon in wenig begünstigten äußeren Verhältnissen erzogen, bereits früh von der Natur lebhaft angelockt, so daß er selbst die Nächte zu seinen Studien benutzte, namentlich der Botanik. Er besuchte das Seminar seiner Vaterstadt bis 1824, erhielt kurz nachher eine Lchrerstellc zu Remagen, wurde 1825 Lehrer in Ninningen (an der Mosel), kam 1831 an die cvang. Elementarschule zu Coblenz und 1835 an die höhere evang. Stadtschule daselbst, in welcher Stellung er bis an sein Lebensende verblieb, obgleich er wiederholt, wenn schon ver­geblich, bemüht war, seine vielen Kenntnisse an einer Universität zur Verwerthung zu bringen. Er starb nach kurzem Leiden am 7. Sep­tember 1870 zu Cobleuz, nachdem er bis zu seinem Ende stets geistig rüstig und literarisch thätig geblieben war. Die Anerkennung seiner vielfachen Verdienste um die Naturwissenschaften, insbesondere die Votanik, fand der Hingeschiedene in der treuen Liebe, die ihm von allen Seiten stets entgegengebracht wurde, in der hohen Achtung seitens der ersten Gelehrten, wie eines Alexander von Humboldt,