D O x r e ö e.

Um Abend eines vielbeschäftigten Lebens, in welchem ange. strengte Thätigteit i»it kurzen Intervallen der Erholung abgewechselt hat, habe ich die nöthige Muße gefunden, einen langst gehegten Wunsch in Erfüllung zu bringen und meiner geliebten Vaterstadt ge­wissermaßen ein literarisches Denkmal zu setzen. Nachdem ich Io.hr- zehcudc lang einer ernsten, aber liebenswürdigen Wissenschaft fast aus­schließlich meine Kräfte geliehen, freue ich mich, dieselben auch einer anderen dankbaren Thätigteit zuwenden zu können und bin nicht wenig stolz darauf, auch mciuer engeren Hcimath ein kleines Schers­lein zu liefern. Ten Bürgern Neuwieds biete ich hiermit ein Lese­buch ihres eigenen Bezirks, ihrer eigenen Stadt. Mögen sie es billig beurtheilen und ihm eine kleine Stelle in ihrem Bücherschatze einräumen!

Uni den Inhalt vorliegenden Buches etwas näher zu stizzircn, so habe ich mit der allgemeinen Schilderung des Eoblcnz-Neuwieder Beckens begonnen und letzteres in geographischer, naturhistorischer und' geschichtlicher Hinsicht besprochen. Darauf gelangte ich zur Stadt Neuwied selbst. Mit ihrer cugeren Oeschichtc anhebend, schilderte ich ihre jetzigen Zustände uud glaubte einige ihrer hervorragendere» Bürger in besonderer, eingebender Lebensbeschreibung ehren zu müssen.