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Die erwähnten Blätterabdrücke, einer früheren Zeit als der Ablagerung des Lösfes angehörig und noch früher, als der darüber liegende Lavastrom, zeigen eine vollkommene Uebereinstimmung oder eine große Aehnlichkeit mit den Pflanzenresten der Braun­kohlen-Formation des Siebcngebirges und gehören alfo einer mitt­leren Periode der Tertiärzeit an, einer Zeit, in welcher das Elinm unserer Gegend noch ein viel wärmeres, als das gegenwärtige, ge­wesen ist. Sie gehören fast alle immergrünen Holzgewächfen an und sind darunter zwei Arten l^ous (Feige), eine I.ani'us (Lor­beer), eine rrotL.1 (Silberbanm, hauptsächlich dem Caplande an­gehörig), ein Nnnamomuin (Zimtbaum), eine Linde und eine Ingwer ähnliche Pflanze, beide letzteren besonders häufig und deut­lich (die Blätter noch an den Zweigen hängend), am häusigsten aber die Blätter eines der Tertiärzeit angehörigen Wallnußbaumes gefunden worden; zugleich auch einige Kräuter und grasartige Wanzen des Sumpfbodens." Es scheint, sagt H. v. Dechen in dem mehrerwälmten trefflichen Werke, daß die in dem Tuffe auf­gefundenen Pflanzen an Ort und Stelle gewachfen und von de» vulkanischen Materialien bedeckt worden sind. Fast alle Blätter haften noch an den Stengeln und befinden sich in den verschieden­sten Lagen. Die meisten sind geknickt oder zurückgeschlagen; die steiferen zeigen deutliche Spuren der Bedeckung in noch frifchem Zustande. Sie sind, wenn ihre Neruation es gestattete, theilweife eingerissen und in verschiedener Höhe eingehüllt. Die von den Stengeln zurückgelassenen hohlen Räume durchsetzen den Tuff uach allen Richtungen und gewöhnlich liegen zahlreiche Blätter derselben Spezies nahe bei einander. Die Blattsubstauz ist so wenig wie die Stengel erhalten; es liegen nur die Abdrücke beider Seiten vor. Es ist höchst auffallend, daß die hier aufgefundenen fiimmt- lich einenl wärmeren Clima ungehörige Pflanzen sind und auf der Erde lebend jetzt gar nicht mehr vorkommen, während die in dem Tuffstein des Vrohlthales aufbewahrten Pflanze» alle der gegenwärtigen Zeit angehören, wie Eiche, Erle, Haselnuß, Bal­drian, Vrennnessel.

Nachdem wir oben die Erdschichten östlich von Plaidt, wo wenig oder gar kein branchbarer Tuffstein sich vorfindet, betrachtet, wol­len wir noch einen Blick auf die Tuffsteingrnben werfen, welche nörd-