Das fürstliche Haus.

We>»! es für jeden Menschen von guter Gesinnung, von edler Denkungsart, eine Freude, ein erhebendes Gefühl ist, eine Familie zu kennen, die in allen ihren Gliedern sich stets des besten Strebeus, des tugendhaftesten Wandels, bewußt ist: wie vielmehr unißes uns erheben, eine solche Familie viele Jahrhunderte hin­auf, bis in die entfernten Zeiten ihres Ursprungs zu verfolge» und zu sehen, wie dieselbe stets uur ein Ziel vor Augeu hat: das Gute und das Veste zu wollen und zu erstreben!

So tritt uns auch das fürstliche Haus zu Wieb entgegen! Männer von bedeutende» Regententugenden, die in einem größeren Staate weit verbreitete» Ruhm sich erworbe» habe» würde», hohe Kircheufürste», Gelehrte und Feldherren, sind daraus hervorgegan­gen: sie Alle treten, jenes herrliche Ziel lebhaft verfolgend, uns glänzend vor das Auge.

Nur ein Fehler ist in seinen Gliedern der früheren Jahr» hunderte lebhaft zu bedauern: sie wußte» nicht ihre Besitzungen zusammen zu halten. Wiederkehrende Theilungeu liehen den kleinen Staat niemals erstarkcu und häufige Schenkungen an Kirchen, Klöster und geistliche Staaten entrissen ihm auf immer bedeutende Theile seines Bestandes. Was aber zn eine»! Ganze» zusammen W bringe» war, das ist i» der »euere» Zeit geschehe», als jedoch °ie Selbständigkeit bereits verlöre» war.