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«lso unser wiedisches Haus bis auf das Jahr 900 aus dein alten lothringischen Geschlechte abstammend, nachzuweisen sein.
Der älteste Sitz der Grafen zu Wied mar die Burg Wied, jetzt Ober-Altwied, wozu später noch die Burg Nieder- Alt wied kam.
Graf Meffried von Wied, welcher nach dem Jahre 1129 urkundlich nicht mehr vorkommt, hatte eine Gemahlin Oster I indis, eine nahe Verwandte Heinrich's des Löwen*). Wie es denn auch scheint, als habe Ober-Altwied zu den Besitzungen Heinrich's des Löwen gehört. Das gräfliche Ehepaar besah vier Söhne, Arnold, Burtard, Siegfried und Ludwig, und vier Töchter. Nach einer Urkunde scheint auch Kunigunde, die Gemahlin Ludwig des Eisernen, Landgrafen von Thüringen, eine Tochter gewesen z» sein.
Da Arnold sich dem geistlichen Stande gewidmet hatte, so theilten nach dem Tode des Vaters, um 1150, die Brüder Burkhard und Ludwig, (der Bruder Siegfried kommt auch noch l152 und 1161 vor) das älterliche Vesitzthnm und stifteten zwei Linien: Burkhard erhielt Wied, Ludwig Wied -Neuerburg. Das Geschlecht Burkhards erlosch im Mannsstamme mit dessen Enkel, Lothar, Graf zu Wied, im Jahr 1243, das Geschlecht Lndwig's mit dessen Sohn Lambert; aber als Erbin finden wir später, 1246, Mathilde, Gräfin von Sann, von welcher noch die Rede fein wird.
Arnold, Graf zu Wied, Erzbifchof von Köln. Arnold, der älteste Sohn des Grafen Metfricd zu Wied, widmete sich dem geistlichen Stande und finden wir ihn zuerst als Probst zu Köln, dann als Kaiser Konrad's III. (1137—1152) Reichskanzler. Nach dem Tode Erzbischofs Arnold I. von Köln, 1151, wurde Arnold von Wied von dem Domkapitel einstimmig zu dessen Nachfolger erwählt, von dem Papst mit dem Pallium bekleidet uud von dem Kaiser mit den Regalien ermächtigt. Die Kölner Chronik sagt von ihm: „Arnold was vnr enn Doymprovst tzo
*) Die Gräfin Osterliudis, Mutter des Erzbischoj« Arnold vo»Kölu, erllwgte auf ihre Äitte »o» Heinrich dem «öwe», Herzog zu Sachse», durch e,»e» Gütertnilsch die Kapelle „Aweru" (Niederl'iber) mit Felder», Wälder», Wieje» u»d Weiden, die z» Hemnchs Allodic» gehörte», um sie zu ckristli» che» Zwecke» a»zuwc»deu. Der Herzog spricht vo» der religiösen Matrone Dsterli,id und ihrem Sohne, dem Erzluschos Arnold, mit Achtung n»d Huld.
