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mit einer Karte und einem Atlas von 81 Kupfertafeln und das i» der gewöhnlichen Ausgabe 63 l/^, in der feinsten aber 200 Thlr. kostet. Es ist ein Prachtwerk, wie ein Aehnliches bis dahin in Deutschland nicht gesehen wurde und auch besonders für die Ethnographie von ausgezeichnetem Werthe.
Die Zeichnungen sind von dem Landschaftsmaler Boom er, den der Prinz mitgenommen hatte.
Der Prinz verweilte später, wenige Reisen, meist Badereisen, ausgenommen, die meiste Zeit in Neuwied, seinen Studien und besonders der Vervollständigung seiner Sammlungen lebend, denen er durch sein erst im hohen Alter begonnenes Studium der Ichthyologie noch eine besondere Vervollkommnung gab. Aus allen Weltgegenden wurden Fische herbeigebracht, untersucht, ausgestopft, und, da dieselben im Tode ihre glänzenden Farben verlieren, künstlich bemalt. Es befinden sich in dem Cabinette an 500 Arten derselben. Säugethiere sind über 400, Vögel gegen 1600 und Reptilien gegen 400 Arten vorhanden.
Noch in seinen letzten Lebensjahren huldigte d« Prinz den Freuden der Jagd, aber auch viele naturwissenschaftliche Unter- suchuugen wurde,l fort und fort vorgenommen und manche werth- oolle Arbeit veröffentlicht. Die Zahl feiner in wissenschaftlichen Zeitschriften enthaltenen größeren Abhandlungen beläuft sich auf mehr als dreißig.
Die Verdienste des Prinzen sind in ihrem ganzen Umfange anerkannt worden und viele gelehrte Gefellfchaften haben ihn zu ihrem Mitgliede aufgenommen.
Eine wunderschöne Schlingpflanze mit 6 Zoll langen feuerrothen Blumenkronen aus den Urwäldern Brasiliens nannte Schrader ihm zu Ehren die prächtige Neuwiedie (Aso^veäin, «risoios»).
Doch die Jahre des ehrwürdigen Mannes mehrten sich, die fortwährenden Trauerfälle in der fürstlichen Familie wirkten erschütternd auf seine sonst so feste Gesundheit, bis der unerbittliche Tod auch ihn, am 3. Februar 1867, von dieser Erde abrief. Uns bleibt nur die liebe, theure und unvergängliche Erinnerung an den liebenswürdigen Prinzen, dessen Eharacter noch ganz besonders durch Bescheidenheit und einen trefflichen Humor geschmückt war- In gesellschaftlichen Kreifen war er ganz Leben und Heiterkeit, gegen seine Untergebenen stets freundlich und liebevoll.
