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Auf Ehrenwort bis zur Auswechselung entlassen, ging der Prinz durch Tnrol, Steiermark und Kärnthen, über Warasdin nach Presburg. Von hier wurde er als Curier an den Kaiser Franz nach Olmütz geschickt und fand denselbeu im Hauptquartier zu Austerlitz. Am folgenden Tage wohnte er als Zuschauer der für Oesterreich so unglücklichen und folgenschweren Riesenschlacht bei und wurde dann von dem Kaiser mit Depeschen zum Palati- nus nach Ofen gesendet. Beurlaubt reiste er über Olmütz und Königingrätz nach Dresden, wo er sechs Tage bei der Schwester Louise blieb. In Leipzig besuchten ihn die drei im preußischen Heere stehenden Brüder; in Neuwied empfing ihn die geliebte Mutter mit hoher Freude und behielt ihn bis zum April dort. Dann ging er wieder »ach Wien, einige Jahre still verlebend, doch mit immer lebhafterer Trauer über das Gefchick Deutschlands. So schrieb er am 14. August 1806 aus Krems an die Mutter: Wie ein Wetterstrahl hat uns alle die Nachricht von der Niederlegung der römischeu Kaiserwürde getroffen. Das ist mehr als zu viel. Bisher habe ich »och immer dieses Aeuherste für unmöglich gehalten, Ist deuu unfer Schicksal noch nicht ent­schieden? Unser Name steht ja schon in den Zeitungen unter den Schlacht-Opfern? Alle Niederträchtigen triumphiren setzt über die Ehrlichen, die Selbstgefühl und Nationalst»» genug hatten, um nicht vor dem übermüthigen Unterdrücker der Freiheit zu kriechen." Er sprach davon,alles, Stück vor Stück, zu verkaufen, und in einem entfernten Winkel der Erde, wo wir ruhig und zufrieden leben könnten, einen Wohnsitz zu suchen. Zwar kann man nicht läugnen, daß die Liebe zu Dir, o Vaterland! mächtig ist: allein die Liebe zu Dir, o Freiheit! ist allmächtig!"

Preuße» war gänzlich niedergeworfen; Deutschland stöhnte unter de» Fußtritte» des unersättlichen Siegers; nur in Oesterreich schimmerte dem treuen Vaterla»dsfreunde »och einige Hoffnung' die durch dessen große Rüstungen im Jahr 18U8 freudig belebt wurden.Vielleicht", fchrieb Prinz Victor unter dem 15. Februar 1809 von Wien,ist das Maaß der französischen Schaudthate» durch die spanische Geschichte voll geworden, vielleicht ist EuroP« genug gestraft und Deutschland aus seiuer schmähliche» Lethargie geweckt, vielleicht sind die Augen uun hinlänglich geöffnet, der