Die freie und offene Thalfläche, welche Neuwied umgiebt, die Berge, welche aus größerer oder geringerer Ferne in das Thal herabschauen, die reichbelebten Flutheu des Nheiues, welche ruhig vorüber wallen, geben den Umgebungen von Neuwied eine Schönheit und Mannichfaltigkeit, die jeden Freund der Natur un- willkührlich anzieht. Rechnen wir nun noch die rechtsrheinischen Thäler Wied undSayn, die linksrheinischen Nette und B ro h l hinzu, berücksichtigen wir, welche auffallende!! und interessanten Ver­hältnisse die Vulkane hier geschaffen: so kann auch der Nichtkenner der Gegend schließen, welcher Neichthum von anziehenden Parthieen seiner hier wartet. Und wirklich, der Fremde weilt gerne hier Und fühlt sich bald heimisch.

1. Das rechte Nheinufer.

Einen ganz besonderen und lebhaften Eindruck machen die nahen Bergabhänge unterhalb Neuwied, die ein prächtiges Amphi­theater bildend, den Fuß vom Rheine bespült, wuhlbebaut, von Dörfern belebt, und endlich in pittoresken Formen in das Nheinthal stürzend, mit den gegenüber liegenden Abhängen das Thal ein­engen, eine wahre rheinische Porta.

Der Naturforscher, der Geologe uud der Mineraloge werden zuerst von den linksrheinischen Kegelbergen zu einem Besuche aufge­fordert werden; der Freund der Natur und freundlicher Ansichten wird sich von den abwärtsliegenden Höhen angezogen fühlen. Be­gleiten wir ihn auf seiner Wanderung.

Irlich.

Längs des Rheines und durch den fürstlichen Park an den herrlichsten Vaumgrup,'en, Pyramiden-, Schwarz- und Silber- Pappeln, Platanen, Akazien, Ulmen, Coniferen, vorüber, ge­langen wir in einer Viertelstunde an die Wied. Ehemals dehn!«