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Sigmaringeu über. Durch die eigenthümliche coupirte Lage des Ortes und der Umgebung finden hier häusige Kriegsübungen statt. Hier beginnen, zwei Wegstunden von Coblexz, die erloschenen Vulkane des Maifeldes, indem im Süden ganz in der Nähe der Nirkenkopf, welcher die Qnader zu den Coblenzer Eisenbahnbrücken lieferte, und im Westen der Golowald, der Schweinskopf und der Carmelenberg (Ca Miltenberg von der ganzen Umgegend genannt) auftreten. Dieser letztere, 1l78' über deni Meere, 674' über Bassenheim, 189' über dem südlich, 422' über dem nördlich anliegenden Plateau, dem höchsten Pnnkte der Straße zwischen Bassenheim und Ochtenduug, ist ein fast isolirter Kegel, dessen Gipfel eine freundliche Kapelle schmückt. Im Jahre 1662 von den Eheleuten Johann Lothar von Vassenheim und Anna Magdalena von Mctternich erbaut zu Ehren eines wuuderthätigen Marienbildes, wurde bis zu Anfang dieses Jahrhunderts von Mitgliedern des Carmeliterordens (daher der Name des Berges) versehen; sie gerieth aber seit der französischen Besitznahme in Verfall; während jedoch ein Laienbruder, der in der ganzen Umgegend bekannte Bruder Nicolas ihr treuer Hüter blieb. Seit 1778 hier lebend, hatte er vier Geistliche und einen Laienbruder begraben helfen und starb am 1. Iannar 1826 dnrch Mörderhand. Im Jahre 1853 ließ der Graf Hugo von Bassenheim die Kapelle nen herstellen. Der Carmelenberg, eine halbe Stunde von Bassenheim entfernt, gewährt eine vortreffliche Aussicht über das anliegende Necken und die zahlreichen Maifelddörfer, aber auch in weitere Fernen, z. B. nach dem Feldberg. Eine Stunde westlich liegt Ochtenduug, eine Stunde nördlich Safsig, anderthalb Stunden westlich von Neuwied.
süffig.
in der Volkssprache Saftig, ist ein unsehnliches freundliches Dorf, am Fuße der (S. 16 besprochenen) Wannen köpfen. Der Ort war in früherer Zeit dem reichsritterschaftlichen Kanton Niederrhein einverleibt und bis zu der französischen Invasion ein Besitztum der Herren, später Grafen von der Lenen, die es von Kurköln zu Lehen trug. Die erste Nachricht datirt von 1449, als der Erzbischof Dietrich von Köln den Simon Mauchenheimer von Zweibrücken niit dem Dorfe genannt Safsig und seinem Zu-
