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Westen und Osten, und sogar noch fleine Parthieen im Norden nach der niederrheinischen Ebene hin absetzend, da wo von Süd­westen her eine große Vucht bis tief in die Eiset eindrang und die niedrigeren Stellen des Gebirges bei den mitteldevonischen Kalkinseln überfluthend, in einer zweiten Bucht auf der Nordfeite des Gebirges ablagerte. Nun trat die Inraperiode ein, die nur an fehr wenigen Stellen nnd zwar im Süden der Ardennen sich an der Mitbildung unserer rheinischen Gebirge betheiligte. Von deni Mittelmeere nach Norden und Nordwesten gerichtet, hob sich die Iurmnasse als französischer, schweizer, schwäbischer und bairischer Iura bis zum Fichtelgebirge hiu und bildete höchst wahr­scheinlich die erste Scheidewand zwischen den Fluthen des Mittel­meers und den Wogen der Ost- nnd Nordsee. Große Meeres- theile mögen in diesen Perioden isolirt stehen geblieben sein und bargen, verdunstend, ihren Salzgehalt in dem Schooße der Erde, auf der nun die Kreide- und Tertiärperiode mit ihrem tropi­schen Clinm und ihren vierfüßigen Ungeheuern eintrat. Kalk und Sand sind die Prodnkte dieser Epoche, der aber auch die groß­artige Vraunlohlenbilduug des Westerwaldes mit ihren Ablage­rungen von plastischem Thone und ihren zahlreichen Basalten angehört. Die ganze Kalkablagerung des Mainzer Beckens bis au die Südabhänge des Soonwaldes hinanf, gehört jener Zeit an, die in ihren Anfangspunkten noch Meeresbildungen und tro- pifches Clima und in ihren Gndpnnkten Süßwasserablagerungen und eine gemäßigtere Temperatur zeigt.

In der Tertiärperiode geschah auch die Bildung unserer Thä- ler, zerriß allmählig der Zusammenhang des devonischen Gebirges. Die Meere uersiechteu. Die Alpen stiegen aus dem Schooße der Erde zu ihren luftige,: Höhen hinan. Die heißen Windströmun­gen Afrita'ö verbreiteten sich nicht mehr über Mittelenropa. Um die schneebedeckten Alpengipfel fammelten sich die Wolken: ihr Wassergehalt drang in die Gebirge ein und trat als die Quellen der Lebensadern der spateren Länder, der Flüsse, nach den Meeren hinab. Noch stand die Nordsee bis über das jetzige Siebengebirge hinauf, ihre Stein- und Sandmassen in den 200 Fuß hohen Hügeln des Vorgebirges zwischen Bonn und Köln aufhäufend. Noch stand der Nhein als ein mächtiger See vor den Mauern des noch durch seine mächtigen Quarzgänge zusammenhängenden