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also in sehr verschiedener Zeit Vimssteinausbrüche statt gefunden, aber von keinem kann man den Krater nachweisen, dem sie ihren Ursprung verdanken, nicht einmal von dem allcrjüngsten Ausbruche, der die schon fast fertige Bodengestaltung mit einer ungeheuren Masse überschüttete, H. v. Oeynhausen hält den Kruf- ter Ofen für den Thäter; A. u, Humboldt glaubt, der Vulkan sei in der Gegend von Urmitz zu suchen und später zerstört worden (Kosmos IV. S. 280). „Nächst den livarischen und Ponza- Inseln habe» wohl wenige Theile von Europa eine größere Masse von Bimsstein hervorgebracht, als diese Gegend Deutschlands, welche bei verhältnißmäßig geringerer Erhebung so verschiedene Formen vulkanischer Thätigkeit i» Maaren, Vasaltbergen und lava- nuMchenden Vulkanen darbietet. Die Hauptmasse des Bimssteins liegt zwischen Niederm endig, Sann, Andernach und Nü- benach über dein Löß und in einzelnen Theilen mit demselben abwechselnd. Dieselbe mag nach der Vermuthnng, zu welcher die Localuerhältnisse führen, im Nheinthale, oberhalb Neuwied, in dem großen Nheinbecken, vielleicht nahe bei Nrmitz auf der linken Nh.inseite statt gefunden haben. Bei der Zerreiblichkeit des Stoffe mag die AM'ruchsstelle durch die spätere Einwirkung des Nheinstromes spurlos verschwunden sein." Es ist aber, bei genauerer Kenntnih der Localuerhältnisse nicht möglich, die Aus- bruchftelle zu Urmitz zu sucheu, sondern am ersten möchte sie im La ach er Becken selbst oder in dessen Nähe anzunehmen sein. Der gründlichste Kenner dieser Kegend, H. v. Dechen, ist jedoch nicht für diese Ansicht, obgleich er auch keine andere anzunehmen geneigt ist, doch möchte er den Ausbruch des Laacher Sees zu den jüngsten Wirkungen der vulkanischen Thätigkeit rechnen. G. Härtung, der genaue Beobachter der Vulkane der Azoren, neigt sich wieder mehr zu dieser Ansicht, indem er bei der Beschreibung der Ausbrüche auf St.Mignel sagt: „Nenn wir noch erwägen, welche ungeheuren Massen von Bimsstein und Asche, während jenes Ausbruches auf St. Miguel ausgestoßen, über die Insel ausgebreitet und vom Winde weit ins Meer fortgeführt wurden, so dürfte es nicht unwahrscheinlich sein, daß dieselben Ausbrüche, welche die Lesesteine des Laacher Sees ausschleuderten, auch die Bimssteine und Nschenmassen erzeugten, die namentlich über die sanften Gehänge nach Andernach ausgebreitet sind."
