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Der Raum, welchen die Bimsstein-Ueberschüttung einnimmt, hat die Form einec Ellipse, in welcher der Laacher See an der einen westlichen Curve liegt und nach Osten bis auf den hohen Westerwnld, ja, in feinen staubartigen Theilen bis nach Marburg reicht. Der größte Läligendnrchmesser dieser Ellipse von Kehrig auf dem Maifelde bis Langendernbach auf dem Westerwalde beträgt neun Meile», der größte Vreitendurchmesser von Camp oberhalb Voppard bis Brohl 5 Meilen. Der Flächeninhalt des Gebietes der Vimssteinüberschüttung ist zu 40 Quadratmeilm zu berechnen.
Mit den Bimssteinausbrüchen finden auch gewöhnlich Aschenausbrüche statt und wer sich von diesen Eruptionen einen Begriff machen will, kann sie aus der Beschreibung der meisten vulkanisch?» Ausbrüche kennen lernen. Rufen mir uns hier nur eine solche Naturbegebenheit in Anschauung: „Der Sand- und Aschenregen, welcher im Jahre 1812 die Bewohner der Insel St. Vincent mit deni Schicksale Herkulanums bedrohte, begrub bald jede Spur von Vegetation; die Vögel fielen zu Boden, das Vieh starb aus Mangel an Futter, weil kein Grashalm, kein Blatt mehr zu entdecken war; die Pflanzer, Neger n»d Cariben flohen vom Lande nach der Stadt. Aber der unterirdische Domier wurde immer heftiger, immer zusammenhängender; die ganze Atmosphäre gerieth in eine unaufhörlich schwingende und schwirrende Bewegung, welche das Gefühl wie das Gehör gleich stark ergriff, und prasselnd wie Hagelschlag sauste der schwarze Saud in dichten Schauern ans die Dächer hernieder, während gleichzeitig zahllose größere Steine wie Bomben in die Gebäude und auf die Erde stürzten. Sogar die Insel Barbados, 16 Meilen von St. Vincent, wurde von diesem Aschenregen heimgesucht. Wie eiue schwarze Wand sah man über das Meer die Aschenwolke heranziehe», welche bald auf Barbados eine so grausige Finfternih verbreitete, daß es in den Zimmern unmöglich war, die Fenster zu erkennen und daß ein weißes Taschentuch in fünf Zoll Entfernung nicht mehr sichtbar war." (S. Naumann, Lehrbuch der Geognosie I. 133.)
Bei der im April 1815 statt gefundeneu furchtbaren Eruption des Temboro auf der ostindische» Insel Sumbawa, bildete der Raum, den die Aschenüberschüttung einnahm, eine Ellipse, deren beide Achsen 195 und 150 Meilen betrugen und
