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Eindringen gestattet. Dann tritt auf dem »der die Thalsohle her­vorragenden Hügellande das Vorherrschen des Löß mit ein, der durch seinen Neichthum an kohlen- und phosphorsaurem Kalk, zehn bis über zwanzig Procent, das Gedeihen vieler Pflanzen noch mehr fördert. Daher steht der Ackerbau, besonders auch der Bau der Handelsgewächse, der Obst- und Gartenbau, in hoher Blüthe und nur der Weinbau spielt eine untergeordnete Rolle.

Besonders bekannt durch den reiche» Erntesegen ist das Land der linken Rheinseite, das Maifeld, Maienfeld, (im wei­teren Sinne), auf dem die ausgedehnten Saatfelder von irgend einer kleinen Höhe ans übersehen, im Sommer einen überraschen­den Anblick gewähren.

Vorzüglich sind es Roggen und Weizen, namentlich der braune Grannenweizen, welche hier in vorzüglicher Güte und Häufigkeit hervorgebracht werden; nicht minder aber die Kartoffel, welche nicht allein der reichbewohnten Landschaft, die fo viele städtische Bewohner zählt, vollkommen hinreichenden Bedarf liefert, sondern auch in den allermeisten Jahren in größter Menge Handels­gegenstand wird und durch die Schifffahrt den Bewohnern des Niederrheins zugeführt wird. Von Getreidearten werden fer­ner Spelz, Gerste, sowohl die zweizeilige vorherrschend, als die gemeine, seltener die sechszeilige oder Wintergerste cultivirt; Hafer wird, als weniger erträglich, den höher gelegenen Bergge­genden überlassen. In den sandigeren Parthieen, d. h. wo vul­kanischer oder Bimssteinsand den Boden bedeckt, wird auch viel Buchweizen (^ol^ouum ^aZop^i-nm) gezogen nnd hier und da als Futterkraut der tatarische Buchweizen, wilder Hainsch (^ol?» Fuuriin tatlu-ioum I,.). Der Kleebau, sowohl der der Luzerne (ewiger Klee), als des deutschen Wiesenklees ist überall ver­breitet; Weidegang, außer einer kurzen Zeit im Herbste, findet nicht statt. Als Futtergemächs wird die Runkelrübe (dicke Rübe) und eben so die weiße Rübe in bedeutender Ausdehnung gezogen. Die Zuckerrunkelrübe wird auch an einigen Orten gepflanzt, aber nicht zur Nübenzuckerfabrikation, sondern zur Bereitung des be­liebten Birnkrautes, mindestens als Zusatz zu den Birnen und Aepfeln, das in großer Menge in Handel gebracht wird. Auf dem Andernacher Nirnkrautmarkt (29. September) ist es ein Haupt­gegenstand der Verwerthung.

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