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Abdachung selbst das kostbare Produkt nicht fördern. In dem oberen Theile des Beckens, ziehen Horchheim, Pfäffen­do rf. Eh renbreitste in und Urbar einen anerkannten rothen Wein, wie auch weiter abwärts, zu Irlich, Wollendorf und Fahr in guten Jahren ein brauchbarer rother Wein gedeiht. Weißer Wem wird in größter Menge zu Leutesdorf, am Aus­gange des Beckens gezogen, aber meist uon geringer Qualität; besser ist dieselbe im obere» Theile des Becken«, am Affeuberge M Coblenz, zu Rheuse, Braubach und Oberlnhnstein. Ehemals wurde auch im Nettethale, namentlich zu Ochtendung und Mayen, Wein gezogen, Mayen hatte sogar einst eine Wein- gärtnerzunft; gegenwärtig aber ist diese Production hier fast gänz­lich eingegangen.

Die Flora des Coblenz-Neuwieder Beckeus, d.h.die Gesammtzahl aller darin wildwachsenden und verwilderten Pflanzen, ist bei der Mannichfaltigkeit des Bodens, obgleich auf einem doch so unbedeutenden Areal, von einem auffallenden Neichthume. Die Zahl der Gefäßpflanzen beläuft sich auf 1050 Arten (im Begriff der Koch'fcheu Begrenzung der Zvecies) und wol auch auf eben so viele Zellenpflanzeu (Moose, Flechten, Algen und Pilze). Nein Haus zählt in der Flora nou Neuwied ca. 1140 Arten auf, von welchen aber 110 nicht dem Neuwieder Becken, sondern dem Laacher Neckeu, dem Nrohlthale, dem Rheinthale unterhalb Ander­nach und dem Westerwalde angehöre»; dagegen fehlen in dieser sehr fleißigen Arbeit doch noch 19 Species, wonou einige freilich dem Becken oberhalb Coblenz augehören, die er überhaupt seiner Flora nicht einverleiben wollte, wodurch denn die hier angegebene Zahl sich ergeben hat.

Die Flora von Neuwied ist die am besten durchforschte des Nheinlandes. Frühe schon, 1790, wurden interessante Pflanzen der Neuwieder Flora bekannt und in dem ersten Tafchenbuch der Flora Deutschlands von Hossmann aufgeuommen, bei welchen die NamenN öntgen und U ex k ül l", Mitglieder der Brüdergemeinde, als Finder angegeben waren. Ueberhauvt aber sind es zuerst Mitglie­der dieser Gemeinde, wie Albertini (dem wir später eine Biogra­phie widmen werden) und Curie, der verdienstvolle Verfasser der An­leitung zum Selbstbestimmen der wildwachsenden Pflanzen Nord- und Mitteldeutschlands, welche sich der Erforschung der Flora von