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Neumied mit ungemeinem Fleiße widmeten und schon im Anfange dieses Jahrhunderts ein Verzeichnis; der Phanerogamen von Neuwied aufstellten, welches 1020 Species enthielt; ihnen gesellte Rosenstiel sich thätig zu, wie später Thrän, Reichet und zuletzt mit ausgezeichnetem Fleiße der jüngst verstorbene Reiter. Vreutel, Inspektor der Brüdergemeinde, einer der größten Mooskenner Deutschlands, hat auch diese schönen Pflanzengebilde der Umgegend uon Neuwied gründlich erforscht. Seit 1820 hat der Verfasser sich lebhaft mit der Flora des ganzen Bereichs befaßt, während auch Vrahts in Neuwied, Nuppenev, in Andernach und Happ in Mayen manche schöne Pflanze, manchen merkwürdigen Standort aufthaten. Zuletzt haben Petru undVlenke noch thätig mitgewirkt, so wie Neinhaus, der endlich in einer sehr fleißigen und verdienstvollen Arbeit „Flora von Neuwied und Umgegend. Zusammengestellt von Will). Neiuhaus. Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Neuwied" alles bis dahin Bekannte in einem Gesammtbilde vereinigt hat.
Auf dieses Werk können wir denn auch hier verweisen, doch mögen noch einige kleine Mittheilungcn zur Charakteristik unsrrer interessanten Gegend herangezogen werden.
„Auf der linken Nheinseite, sagt Neinhaus a. a. O., (und gerne adoptire ich dessen Worte, da sie mit meinen Erfahrungen und Ansichten in vollkommener Uebcreinstimmung sind), ist die Grauwackc vielfach von vulkanischen Bildungen, die theilweise der Verwitterung sehr unterworfen sind, unterbrochen; und auf dem daraus hervorgehenden Boden gedeihen freudig viele Pflanzen, denen die einförmige Grauwacke nicht zusagt.") Daher kommt es wohl, daß uns die linke Nheinfeite im Ganzen eine reichere Pflanzenwelt als die rechte vorführt. Ausgezeichnete Fundstätten sind auf der linken Rheinseite außer Laach, dessen Flora aber in den letzten Jahren abgenommen hat, das Wolfersthal bei Ochtendung für Orchideen, der Forstberg bei Obermendig für Orchideen, Oro- banchen (der feltene erst 1857 entdeckte 8enooio ^aohumiaiui» liolib.) und das merkwürdiger Weise auf seinem Gipfel vorkommende
*) UebngenZ ist die devonische Grauwacke in den warmen Thalern der Mosel, der Lahn, auch der Netle und des Rheines an ihren Abhängen sehr Pflanzenreich. D. V.
