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Schneeglöckchen, Trimbs an der Nette bei Mayen für Sonnenwende, die stengellose Kratzdistel und drei Arten Enzian, so wie überhaupt die ganze Unigegend von Manen in botanischer Beziehung höchst interessant ist. Auf der rechten Seite sind es besonders das Wied- bachthal mit Altwied und das Sannthal mit Isenburg, welche reiche Ausbeute in mancher Beziehung liefern."

Charakteristisch für die Flora unserer Flüsse und Bäche, fährt Neinhaus fort, sind das Tausendblatt, woran der ganze Wiedbach so reich ist und der Wasser-Hahnenfuß; letzterer bildet oft große fluchende Inseln, die zur Blüthezeit einen weißen Teppich darstellen. Dem Geplätscher schattiger Quellen in den Schluchten der Gebirge aber lauschen Milzkraut, Brunnenkresse, Springkraut und Hexen­kraut. ... Die Ufer, fowohl die der größeren Bäche, als auch die des Rheines, fesseln besonders den Botaniker. Man wandere nur einmal auf der anderen Nheinfeite an der Nettemündung vor­bei bis nach Andernach. Eine Fülle verschiedenster Pflanzen wächst hier auf kleinem Naume zusammen, wenn auch Binsen, Seggen, Wolfsmilch und Rainfarn, Eichorie und Kreuzwurz vorherrfchend sind. Aber die Flora ist hier keine beständige, wie anderswo. Die meisten Pflanzen zwar finden sich jedes Jahr wieder, aber das Gedeihen mancher hangt von dem jedesmaligen Wasserstande des Rheines und anderen Umständen ab und findet daher nur in günstigen Jahren statt. Pflanzen verschwinden oft Jahre lang, um auf einmal wieder zu erscheinen. Mitunter setzt auch das Wasser fremden Samen von anderen Standorten ab; derselbe ent­wickelt sich und bereichert auf kürzere oder längere Zeit die Flora mit einer neuen Art. So verallgemeinert das Wasser den Besitz von Pflanzen, die früher gewiß nur an einzelne, wenige Standorte gebunden waren. Ich erwähne nur das schöne Gras, die Leersie, welche jetzt am ganzen Wiedbach anzutreffen ist. . . Die Flora der Schuttstellen ist hier eine ganz besonders charakteristische. Da sind es die geselligen, gänsefußartigen Pflanzen, welche diese Stand­orte vorzüglich einnehmen und in großer Mannichfaltigkeit hier vorkommen. Ihnen gesellen sich gern nachtschattenartige Pflanzen und Disteln zu. Die bekannte Vselsdistel ist vor einigen Jahren auf den Neuwieder Damm gekommen und ziert denfelben nebst dem gemeinen Beifuß und dem bis in den Winter blühenden Doppelsamen. Die Einförmigkeit unseres Straßenpflasters endlich