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wird besonders an den weniger betreteneu Stellen uon dem einjährigen Rispengrase, dem Vogelknöterich und dem Mastkraute unterbrochen." __________
4.
Die Thittwelt.
Wie der Mensch überall, wo er seine Niederlassungen begründet, die Thiere als seine Widersacher betrachtet und sogleich den Krieg mit ihnen beginnt, so ist es auch hier geschehen, gegen die Säugethiere, besonders die größeren und räuberische», wohl aus begründeter Notwendigkeit, mit Recht, gegen die meisten Vögel öfters mit großem Unverstand, da die meisten die besten Vertilger schädlicher Insekten sind. Die Säugethiere sind daher äußerst selteu geworden und uon den größeren hegen die fürstlichen Wälder noch den Edelhirsch. Wölfe kommen auf der rechten Rheinseite gar nicht vor und nur sehr selten führt ein recht kalter Winter, wie der von 1^37, einen hungrige» Wolf in die Nähe nnferer linksrheinifche» Dörfer. Füchse, Marder und Wiesel führen hier nnd da noch einen Schelmstreich ans. Eichhörnchen, von den wiedischen Landleuten Kauertchen, bei Coblenz Carwei- gelche genannt, finde» sich noch häufig. Die fchwarzgraue Hausratte ist von der aus der Gegend des kaspischen See's eingewanderten graubraunen Wanderratte vertrieben worden. Die Feldmaus ^uird zuweilen zur Landplage; Igel und Maulwurf fehlen nicht, dagegen find Hamster nicht zu finde». Daß in der Urzeit auch Elephauten, Rhinocerolc uud andere große tropifche Thiere »nferc Gegend bewohnten, davon geben noch manche Neste im Tuff, Bimsstein und Löß Kunde.
Die Vögel, in zahlreichen Arte» in nnferem Vecken und dessen Umgebungen vertreten, sind von dem stets thätig gewesenen Prinzen Max zu Wied fortwährend und schon in seiner Jugendzeit genau erforscht worden und wol alle vorgefundene» Arten finden sich in den: Naturalien-Cabinete des unvergeßlichen Prinzen. Später hat sich mich um die Erforschung der Naturgeschichte unserer Gegend der Kaufmann, früherer Apotheker, F. P. Vrahts verdient gemacht und in einer Abhaovlung „Vogelfauna von Neuwied" in den Verhandlungen des uaturhistorischen Vereins der
