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Die Ubier, wegen ihrer römerfreundlichen Haltung von den benachbarten Sueven hart bedrängt, baten später den von der römischen Negierung gesandten Vipfanius Agrippa um Wohnplätze auf dem linken Nheinufer, die er auch gewährte. Sie ließen sich abwärts der Uhr nieder und wurden die Begründer Kölns.
Im Jahre 1? «or Christi Geburt übertrug Kaiser Augustus seinem Stiefsohne Drufus die Bewachung der Nheingränzen. Dieser errichtete am Rheine bekanntlich fünfzig Castelle und feste Lagerplätze, wozu auch in unserem Thale Coblenz und Andernach gehörten. Zugleich legte er auf den Bergen der rechten Rheinseite den Pfahlgraben an, zum Schutze der Nheinufer, der bei dem Siebengebirge anfing, über den Bergrücken hinter Linz, bei Mon- repos, Nengsdorf, Nonefeld, Urbach, über die Alteck bei AnHaufen, durch den Vallendarer Wald bei Grenzhausen und bei Ems an die Lahn hinab ging. Bon da an erstreckte er sich aber auch noch über den Taunus und weiter. Oestlich von unserem Becken über der Alteck waren die Befestigungen dreifach; ein Beweis, welche Wichtigkeit die Römer auf den Besitz des Neuwieder Beckens legten.
Unserer Gegend geschieht zunächst, nach der Begründung von Coblenz' und Andernach, keiner weiteren Erwähnung; jedoch ist der furchtbare, aber vergebliche Freiheitskrieg der Bataver im Jahre 70 nach Christi Geburt unter Claudius Civilis, woran die Trevirer unter Classicus und die Ubier, sowie viele Völker des rechten Rheinufers sich betheiligten, mit schweren Bedrängnissen für unser Thal vorübergegangen, denn auch Coblenz und Andernach wurden zerstört.
Trajan, in Köln zum römischen Kaiser erhoben (98—11?), stärkte bedeutend die Macht der Römer am Rheine und sein Nachfolger Hadrian ließ auch den Pfahlgraben stärker befestigen.
Die germanischen Völker im Westen Deuschlands traten im zweiten Jahrhunderte zu dem großen Bunde der Franken zusammen, wovon nachher die Rede sein wird, und es entstand nun ein fast dreihundertjähriger Kampf gegen die Römer, der auch große Verwüstungen für unsere Gegenden herbei führte. Unter Constcmtin dem Großen hatte ein Präfekt der Acinenser in Andernach seinen Sitz, das 355 von den Franken zerstört und später von Kaiser Julian, der auf einer Bereifung des Rheines von Städten nur noch Coblenz und Remagen und eine» Thurm
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