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Die Ueberreste der geschlagenen Völker entflohen zu den Sy- gambern, welche in dem Lande der Sieg ihre Sitze hatten und wurden von diesen freundlich aufgenommen. Hierauf beschloß Cäsar, die Besiegten über den Rhein zu verfolgen und die Sngam- brer für die Aufnahme zu bestrafen.
„Zugleich drangen die Ubier in Cäsar, erzählt H. Müller, nach Cäsars Annalen, in einer werthuollen Abhandlung über diesen Gegenstand in den Jahrbüchern des Vereins von Alterthumsfreun- den im Rheinlande VII. vg. i 5, er möge doch über den Rhein kommen, Schiffe die Fülle würden sie ihm zur Verfügung stellen. Allein Cäsar fand diefes Mittel weder ganz sicher, noch schicklich. Freilich war der Bau einer Brücke über einen fo breiten, reihenden und tiefen Strom schwierig; aber Cäsar ließ sich dadurch nicht abschrecken. Er baute in zehn Tagen die Brücke, zog hinüber, ließ an beiden Brückenköpfen eine starke Besatzung, und wandte sich gegen das Gebiet der Sygambrer. . . . Aber Cäsar fand sie nicht mehr in ihrem Gebiete, sie hatten sich in entlegene Wälder geflüchtet. Cäsar verweilte nur einige Tage in ihren Gauen; dann zog er sich wieder in das ubische Gebiet zurück, und, als er hörte, daß auch die Sueven, (welche die Ubier bedrängt hatten), weit entwichen, zog er sich nach Gallien zurück und zerstörte die Brücke."
Als die Stelle dieser Brücke wird von den Meisten Engers bezeichnet, wo man auch wirklich eine kleine Strecke oberhalb des Ortes, an der Heiden mau er, die Neste eines römischen Brückenkopfes aufgefunden hat.'")
Später ging Cäfar noch einmal in dem Lande der Trevirer auf einer Brücke über den Rhein in das Land der Ubier und War etwas oberhalb der ersten Stelle. Die Ubier kamen ihm Mit Ergebenheitsbezeugungen entgegen; aber Cäsar ging nach wenigen Tagen wieder über den Rhein zurück, ließ die Brücke auf der rechten Seite 200 Fuß weit abbrechen und in dem stark verschanzten Brückenkopf auf der linken Seite ließ er eine bedeutende Besatzung.
*) Mit den Bruchstücken römischer Ziegel und Thonscherben hat man vor einigen Jahren hier sieben Fuß tief unter der Erde, verschiedene Thier» lnochen vom Pferd, Ochs, Kalb, Schaf, Schwein, Hahn, vom wilden Schwein Und vom Hirsch, wahrscheinlich Tischabfalle, gefunden, wobei auch ein Rücken» ichild vom Stör und zahlreiche verkohlte Gerstenkorner.
