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Deutschen, wenn sie den Besitz des Beckens erwarben, ihre Lahn­gegenden sichern und zugleich die Obermosel in die Flanke nehmen."

Dies waren auch eben die Verhältnisse, in Folge deren die Römer sich bewogen sahen, diesen Kessel als einen von Natur schwachen und exponirten Punkt mit dreifacher Umwallung und mit verschiedenen Festungsanlagen durch Kunst fest zu machen, in Folge deren dieser Erdfleck auch stets ein bedeutendes Schlach­te nterr «in und eine wichtige Vefestigungsgegend geblieben ist."

Zahllos mochten hier die Angriffe der Deutschen und ihrer Kämpfe mit den Römern sein. Als sie endlich den Kessel von Neuwied erobert, die römischen Befestigungen erstürmt, ihre Städte und ihren Anbau vernichtet hatten, und als die beiden großen deutschen Wehrmäimeruerbrüderungeu der Frauken am Niederrhein und der Alemannen am Oberrhein sich zu bekämpfen begannen, mochte wiederum eine Reihe von Schlachten in diesem Kessel aus- gefochten werden, zn welchem die Alemannen vom elsassischen Becken und die Franken vom Niederrhein her beinahe gleichweit hatten, und den sie beide auf gleiche Weise durch die beiden engen Passagen­stücke des Mittelrheines erreichen konnten." (S. Der Rhein von I. G. Kohl. Erster Theil, S. 415418.)

Durch den römischen Feldherr» Julius Cäsar, der in seinen Annalen den mit den Galliern zwischen 56 und 50 vor Christi Geburt geführten Krieg beschrieb, erhalten wir die ersten Nach­richten über unsere Gegend. Die Tenkterer und Usipeter, welche an denl Niederrheine in der Gegend der Lippe wohnten, hatten, von den Sueven gedrückt, die Menavier über den Rhein getrieben, und waren dann selbst übergesetzt. Auf der linken Nheinseite zogen sie mehrfach hin und her, die Trevirer und mit diesen be­freundete Völker störend; dann aber waren sie von Julius Cäsar überfallen und geschlagen worden. Als den Ort dieser Niederlage nennt I. Cäsar die Mündung der Maas in den Rhein; die Beschreibung paßt aber wenig auf jene Gegend, desto mehr jedoch auf die Moselgegend bei Coblenz, so daß man das Schlachtfeld in der Nähe der Mofelmündung sucht, wohin auch noch manche an­dere Ereignisse weisen. *)

*) H. Müller, der geschützte Verfasser derdeutschen Marken", verficht vorzüglich diese Ansicht, die auch schon früher aufgestellt wurde, aber auch yiele und gewichtige Gegner gefunden hat.