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Mosel dringen die Eolonifationen und die Territorien und Staa­tengestaltungen herab und werden dann in der Mitte des Vassin's zusammen geführt, das sie allmählig cultimren und in dessen Be­sitz sie sich theilen."Wäre der Tiefboden des Vassin's, fährt Kohl fort, gleich von Anfang an eine fruchtbare und bewohnbare Ebene gewesen, so würde das Verhältniß sich umgekehrt haben, so würde diese letztere die Wiege einer in den Thälern hinanf- wachsenden Cultur, der Centraltuoten einer nach allen Seiten um sich greifenden politischen Macht, der Schwerpunkt der Vevölkerungs- masse der Umgegend geworden sein, was sie denn auch in der That später nach Beseitigung der Naturhindernisse wirklich zum Theil geworden ist."

Wie wichtig dieses Becken in strategischer Beziehung gewesen, darüber spricht I. G. Kohl sich ebenfalls sehr eingehend aus. Die beiden Castelle, Lontiuento« und ^.utovaonm, durch Drusus errichtet, die große römische Niederlassung auf der alten Burg bei Aiederbiber, die man wohl als eine rümifche Stadt mit dem NamenVictoria" belegte, so wie der dreifache Wall des Pfahl­grabens auf den östlichen Nandbergen des Beckens beweisen, daß die Nömer hier einer, fehr wichtigen militärischen Waffenplatz hatten, um ihre Operationen am Ober- und am Niederrhein zu unterstützen,

War diese Gegend, sagt Kohl weiter, für die Römer sehr bequem zum Rheinübergange, fo war sie es für die Germanen eben fo. Die unteren Thalstücke der Mosel sowohl, als der Lahn waren als enge und felsige Einfchnitte wenig geeignet zum Fort­leiten der Völkerbewegung. Die Hauptnaturbahnen von der obe­ren Mofel liefen von Trier aus in einiger Entfernung von der Mosel über die flache (!) Eifel hin und senkten sich mit dieser Mm Wieder-Kessel hinab. Ebenso gingen von der oberen Lahn her die bequemsten Naturbahnen nicht durch den engen Mündungs­hals der Lahn, sondern sie liefen vielmehr, den Thalweg in der Mitte des Niederlahngaucs verlassend, auf den flachen Abhängen und in den Thälern des Westerwaldes ebenfalls zum Neuwieder Vecken hinab."Deutsche, wie Nömer und Kelten, mußten daher ganz natürlich in diesen Kessel hinabgeführt werden. Die Nömer konnten, wenn sie sich hier befestigten, sowohl die Zugänge zur Obermosel über die Eifel sichern, als auch der Lahn von hieraus so zu sagen leicht in die Flanke fallen. Umgekehrt konnten die

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