53
ln ihrer ganzen Länge von der porta, vraotoria, bis zu dem entgegengesetzten Thore. Der Hauptbau lag in dem rechten oberen "Anbrät, nahe der porta xrastoria,.
Zahlreiche Kunst- und Luxusgegenstände, Bäder, Wasserleitungen u. s. w. gaben Zeuguiß von der großen Bedeutung dieses Standortes, aber eben so gaben die Trümmer, die zerschlagenen Statuen und deren weit umhergeworfenen Bruchstücke auch Zeug« niß von der Wuth, mit welcher es die Eroberer zerstört hatten.
Die Franken. In der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts bildete sich aus den germanischen Völkern des Oberrheins der Bund der Alemannen und bald darauf traten auch die Völker des Mittel- und Niederrheins, worunter besonders die unserer Gegend benachbarten Sygambrer und Katten, zu dem großen Bunde der Franken zusammen, deren Angriffe stets gegen die Herrschaft der Römer gerichtet waren. Später kämpften sie mit den Alemannen um die Herrschaft am Rheine, bis diese endlich bei Iülpich 496 erlagen und sich den merovingischen Königen der Franken unterwerfen mnßten. Um 234 machten sie die ersten Angriffe auf das linke Nheinufer und K. Probus befriedigte sie um 280 mit Ländereien auf diefer Seite, damit sie als Uferbewohner diese Gränze vertheidigen sollten. Sie erhielten daher den Namen rivuarische Franken, Ripuarier. Theils durch die Gewalt der Waffen, theils durch die Weisung der Kaiser breiteten sie sich auf dem linken Ufer immer weiter aus, um 300, während die Alemannen bis zur Lahnmündung ihre Herrfchaft ausdehnten.
Der heftigste Anfall der Franken auf die römischen Besitzungen am Rheine fand um 350 statt, eingeladen von dem Gegen- kaiser Maxentius; bis 355 zerstörten sie 45 Städte und Dörfer, "hne die Kastelle. Auch Andernach, Bonn uud Köln wurden zer- sto'rt, so daß Kaiser Julian fast keine Ortschaften mehr antraf.
Anfälle, Krieg und Verheerung, bald von Seiten der Alemannen, bald von der der Franken, dauerten während des ganzen "ürten, ja selbst bis über die Mitte des fünften Jahrhunderts fort, v"n den Römern bald besiegt, bald dieselben überwindend. Mar- k°Mer soll in dem letzten Viertel des vierten Jahrhunderts Beherrscher der Franken in unseren Gauen gewesen sein und unter "essen Machfylger (vielleicht Sohne) Pharamund vereinigten sich
