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die Ostfranken zu einem Königreiche und suchten fortwährend sich auf der linken Nheinseite auszubreiten. Obgleich um 425 von dem römischen Statthalter in Andernach, Aotius besiegt, eroberten sie doch unter ihrem König Clodio das Land zwischen Rhein, Maas und Mosel, und verwüsteten es schrecklich, wobei auch Andernach und Coblenz, namentlich aber Trier, der Greuel der Verwüstung traf.
Clodio fiel im Kampfe gegen Aotius um 445 und bald darauf finden wir seinen Nachfolger Merouig im Kampfe mit einem andern Frankenkönig Chlododald, welcher sich jedoch 451 mit seinen Franken, den Vruktcrn, Tcnktern, Sigambern und Kalten an das Hunnenheer unter Attila anschloß, das wieder Andernach, Trie^ u. a. Städte verheerte und auf den catalaunifchen Feldern der Kraft der vereinigten Westgothen und Römer erlag und diesen hatte sich dabei auch Merovig mit seinen ripuarischen Franken verbunden.
Mit dem Jahre 455 endete die Nömerherrfchaft am Rheine und das Frankenrcich breitete sich unter Merovig, dem Begründer des merouingischcn Königshauses, am Rheine immer weiter aus. Wenn auch dessen Sohn und Nachfolger Childerich 463 von feinen Untertanen verjagt und an seine Stelle der römische Präfekt von Gallien Aegidius gewählt wurde, so lehrte er doch bald wieder zurück und hinterließ feinem Sohne Chlodo- wig 481 ein bereits befestigtes und bis nach Batavien hin ausgedehntes Reich. Durch seinen Sieg über die Alemannen bei Zülvich, 496, erhielt Chlodowig die unbestrittene Herrschaft am Rheine und im östlichen Gallien, die er auch durch Naubsucht, Hinterlist und Grausamkeit, obgleich er Christ geworden, stets zu befestigen bereit war.
In dem Hause der Merovinger war die Theilung des Reiches üblich und so entstanden bald vier, bald zwei fränkifche Königreiche, bald waren sie wieder zu einem Ganzen geeinigt, oft durch die fchmachvollsten Verbrechen in den Familien. Wir erinnern nur an die Königinnen Vrunhilde und Fredegunde. Eins dieser fränkischen Königreiche, das bei den Theilungen öfters neu erstand und fast immer sich in besseren Verhältnissen zeigte, als die anderen, war das ostfränkische oder austrasische Königreich, dessen Hauptstädte Metz und Andernach waren, deren Herrscher aber auch
