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lichm aber kurzen Frieden um 4000 Pfund Silber von ihnen zu «kaufen. Aber erst feit dem Jahre 881 wagten sie größere Raubzüge, drangen verheerend den Rhein hinauf, zerstörten Köln, Bonn, Zülpich, Jülich, Neuß, Aachen, Cornelimünster, Malmedv,, Prüm, um die Osterzeit 882 Trier und Coblenz, In diefer Schreckensperiode starb Ludwig III. und es folgte ihm fein einziger Bruder Karl der Dicke, ein ausgezeichneter Schwächling.
Karl der Dicke war im Februar 881 vou dem Papste Johann VIII. in Ron: zum Kaiser gekrönt worden und auf die Nachricht von dem Tode feines einzigen Bruders nach Deutschland zurückgekehrt, wo er im Mai 882 zu Worms von den ostfränkischen und lothringischen Großen die Huldigung empfing. Hier wurde denn auch ein Feldzug gegen die Normannen beschlossen und eine ungeheure Heeresmasse zog bald darauf am Rheine hinunter, Karl an der Spitze der Langobarden, Alemannen und Franken auf dem lmken und fein Neffe Arnulf, Herzog von Kärnthen, der uneheliche Sohn feines 880 verstorbenen Bruders Karlmann, mit Vuiern auf dem rechten Nheinufcr. Letzterer ging zu Andernach über unferen Fluß und vereinigte sich dort mit dem Hauptheere, das nun zur Belagerung gegen den Hauptsitz der Normannen, Elsloo an der Maas, zog. Die Belagerten verzweifelten an ihrer Rettung, die Franken hofften auf endliche Befreiung von den schrecklichen Gästen. Da fchloß Kaiser Karl einen schimpflichen Vergleich mit dem Feinde, entließ vom Castell Coblenz aussein großes Heer freundlichst nach Hause und begab sich dann nach Mainz.
Im Jahre 883 verheerten die Normannen abermals das Rheinthal bis hinauf an die Nahe, wobei auch Andernach und Koblenz wieder ihre Wuth empfinden mußten; aber dem Erzbischof von Mainz, Liutbert, gelang es, sie vom weiteren Vordringen zurückzuhalten.
Im Jahre 885 schickte der König der Normannen Godfried, welcher von dem Kaiser Karl mit der westlichen Hälfte von Fries- land belohnt worden war, Gesandte an denselben und verlangte wn ihm Coblenz, Andernach und Einzig nebst einigen anderen Kammergütern des Kaisers, wegen der Fülle des Weines, die dort wachse und der ihm in Friesland fehle; sei der Kaiser 'hm zu Willen, so wolle er in der von ihm versprochenen Treue
