auf der Menge des Heeres der Sieg im Kriege beruhe, sondern vom Himmel die Stärke ist, und damit er endlich der Habsucht und dem Hochmut!) ein Ziel setze."

Nach anderen Erzählungen war das Heer Karls des Kahlen 50,000 Mann stark und hatte sich auf den Höhen von Rüben ach gelagert; daß seine Pferde den Rhein aussaufen sollte, hatte er schon früher seinem Bruder gedroht. Karls Flucht soll so eilig gewesen sein, daß er erst in Lüttich zur Besinnung kam.

Aus den drei oben angeführten Beschreibungen der Schlacht geht hervor, daß Alle die Niederlage Karls als ein Gottesurtheil über feine Habsucht und Wortbrüchigkeit angesehen, und wie in jener Zeit schon der historische und geographische Blödsinn so vieler Franzosen in den Gelüsten nach der Nheingränze richtig angesehen wurde.

Nach dem Siege begab sich Ludwig III. über Einzig nach Aachen, wo er drei Tage verweilte, und dann ging er nach Cob- lenz zu einer Besprechung mit seinem Bruder Karl dem Dicken. Lothringen aber blieb hinfort ganz bei Deutschland. Diese wichtige Schlacht hätte man von Neuwied aus, wenn es schon gestanden hätte, ganz übersehen können.

Die Normanne« am Rheine.

Schon zu den Zeiten Karls des Großen hatten sich häufig an den Küsten seines Reiches Normannenschwärme gezeigt, die aus Norwegen stammend, durch ihre Naubsucht das Meer und dessen Küsten unsicher machten. Karl selbst sprach öfters feine größten Befürchtungen über die Gefahren aus, die von diesem Volke seinen Ländern drohten. So lange er freilich noch mit starker Hand das Scepter führte, wagten sie es nicht, ihren Raubzügen größere Ausdehnung zu geben. Als aber die Nachfolger des großen Kai­sers in blutigen Kriegen sich verfolgten, als sie selbst und ihre Länder immer schwächer wnrden, da erhoben sich die Normannen mit unüberwindlicher Kühnheit.

Seit 853 an hatten sie von der niederländischen Küste aus mehrere räuberische Einfälle in das trierische Land gemacht, und Karl der Kahle war schwach genug, im Jahre 866 einen schimpf-