Scheu trugen, muthig ihn an und forderte dringend, er solle nicht so grausam und barbarisch handeln gegen den Neffen, welcher doch nach dem, was des Friedens wäre, trachtete. Als er ihn dennoch von seinem schlechten Vorhaben nicht abbringen konnte, schickte er einen seiner Priester, Namens Hartwig, auf kürzerem Wege ab und ließ Ludwig die vorbereiteten Nachstellungen und die Ankunft von Karl .selber melden. Sogleich warf jener sich in einen Harnisch, und all fein Vertrauen auf den Herrn gefetzt, ging er mit den Wenigen, die bei ihm waren denn die Zer­streuten konnte er nicht sammeln Karl männlich entgegen, und hieß alle seiner Parthei weiße Kleider als Erkennungszeichen ihrer Gemeinschaft anlegen. Die Sachsen, die in erster Reihe gegen die Feinde standen, begannen zuerst den Kampf, aber erfchreöt durch die Menge der Gegner, wandten sie bald den Rücken, die Ostfranken dagegen auf beiden Flügeln stritten gewaltig, tddteten Karls Fahnenträger und zwangen die Uebrigen zur Flucht. Lud­wig verfolgte sie und richtete nicht wenig Blutvergießen an. Sehr viele auch von Karls Edeln sing er lebend, welche er nach seiner Menschlichkeit unversehrt aufbewahren ließ. Karl aber lieh in schimpflicher Flucht die Schätze im Stich, welche er bei sich hatte, und entkam selber fast nackt mit nur Wenigen. Die aber, welche Mit Ludwig waren, kehrten zurück, um die Rüstungen der Getödte- ten abzuziehen; wie viel Beute sie daselbst an Gold und Silber, Kleidern und Waffen, Panzern und Pferden und verschiedenem Geräth gewonnen haben, vermag keiner auszusprechen. In diesem Kampfe ist wider Karl ohne Zweifel von Seiten des Himmels gestritten worden, denn wie die von dort weggeführten Gefangenen in erzählen pflegten, befiel bei der Erscheinung Ludwigs und sei­ner Begleiter ein solcher Schreck das ganze Heer Karls, daß sie eher sich besiegt glaubten, als sie zum Kampfe kamen, und was noch mehr Bewunderung verdient, sie stießen die Seiten der Pferde, auf welchen sie saßen, mit den Sporen blutig, aber diese blieben, wie an einen Pfahl gebunden, unbeweglich. Auch im Kampfe verwuudeten sie mit ihren Waffen Wenige, denn die Schärfe ihrer Waffen, gleich als wären sie abgestumpft, verletzte s«st Niemand. Dies ist am 8. October gegen den neuen Sennacherib geschehen, damit der, welcher vorher aus Uebermuth Gott nicht erkennen wollte, bald besiegt und verwirrt einsehen möge, wie nicht