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Mut in seinen Adern rinnen glaubte, und daher sich zur Nach­folge berechtigter ansah. Auf allen Seiten entstanden heftige Kämpfe. Thankinar siel 938 im offenen Aufruhr uud Heinrich ver­band sich 939 Mi dem mehrmals besiegten und begnadigten Frau- keuherzog Eberhard und mit Giselbert von Lothringen zum offenen Kriege gegen Otto, welchen auch noch K. Ludwig von Frankreich beitrat.

Doch war K. Otto auch uicht ohne Hülfe. Der fränkische Graf Udo von der Wetterall und desseu Bruder Herzog Her­mann von Schwaben, so wie ein dritter fränkischer Fürst, der Graf Konrad Kurzpold vomNiederlahngau, schlössen fH fest an K. Otto an.

Demohugeachtet war das gcmze Jahr 939 für den jungen König überaus schwer.Schon war es Spätherbst, immer schlim­mer, immer trauriger wnrdeu die Verwicklungen. Schon war "tto von Kampf zu Kampf, von Belagerung zu Belagerung ge- k'lt, von Sachsen nach Lothringen, von dort zurück bis an die Grenzen der Wenden, dann abermals nach Lothringen und wieder Nach Sachsen zurück. Uud zum dritten Mal mußte er jetzt an °e>l Rhein ziehen, den gefahrvollsten aller Kämpfe zu bestehen, "tto, je großer die Gefahren, desto unerschrockener und kühner, "oll Kraft und Gottvertrauen mitten unter den gewaltigsten Schlä­gen des Geschicks, war stets auf dem Kampfplatz." (Giesebrecht Geschichte der deutschen Kaiserzeit.)

K. Otto belagerte eben die Feste Breisach am Oberrhein, "ls er die Nachricht erhielt, Eberhard und Giselbert seien bei "»dern ach auf die rechte Nheinfeite gegangen, um dieses Ufer i« uerheereu, wie sie schon das gauze Land auf der linken Nhein- 1"te in ihre Gewalt bekommen hatten. Sofort verließen ihn der Erzbischof Friedrich von Mainz und andere Verräther, uni sich u> das feindliche Lager zu begeben. Aber Otto bewahrte seiue "»erschütterliche Ruhe und es erfolgte bald darauf ein glücklicher Um­schwung der Dinge.

»Niemand hatte von dem verheerenden Zuge Giselberts und Eberhards über den Nbeiu mehr zu besorgen, als die Grasen Udo und Konrad Kurzvold, Eberhards Vettern, welche die Zänkischen Gaue am Nhein, Main und au der Lahn besaßen und sich mit Eberhard verfeindet und eng au Otto angeschlossen hatten. Diese