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schickte der König jetzt mit Hermann von Schwaben, Udo's Bruder, gegen die aufrührischen Herzoge ab. Mit einem mähige» Heere zogen sie aus und wagten deßhalb keinen entscheidenden Kampf. Da ereignete sich, wie uns Bischof Liudprand von Cre- mona berichtet, daß sie eines Tages auf «inen Priester stießen, der überlaut weinte und schrie. Als sie ihn nach der Ursache seines Kummers fragten, sprach er:Ich komme aus den Händen der Nänber! mein Pferd, meine einzige Habe, ist mir von ihnen ge­nommen : sie haben mich zum armen Manne gemacht." Emsig forschten Udo und Konrad darauf weiter, ob und wo er Eberhard nnd Oiselbert gesehen, nnd sie erfuhren, jene feien bereits auf dem Rückzüge, ja, sie hätten sogar schon den größeren Theil ihres Hee­res und ihre Beute bei Andernach wieder über den Rhein ge­bracht; nur sie selbst, von wenigen Leuten begleitet, seien noch diesseits des Flusses und ganz in der Nähe, wo sie ihr Mahl unbesorgt verzehrten. Da machten Konrad und Udo sich sogleich kampfbereit und eilten nach der bezeichneten Stelle. Sie fanden die Herzoge gerade bei den Freuden des Brettspiels, das sie als­bald verließen, um ein gefährlicheres Spiel zu beginnen. Ein hartnäckiger Kampf, Mann gegen Mann, entspann sich. Eberhard der Franke wehrt sich wie ein Held, Wunde empfängt er auf Wunde, aber jede giebt er zurück, bis er endlich zusammensinkt und seinen Geist aufgiebt. Gisclbert ergreift die Flucht, mit meh­reren Anderen wirft er sich in einen Kahn; aber der Kahn wird überfüllt, sinkt und begräbt ihn mit den Seinen in den Fluthen des Rheins.*) So endeten die Herzoge von Franken und Loth­ringen ihren Verrath und ihr Leben und Giselbert erhielt nicht einmal die Ehre eines christlichen Begräbnisses. Denn die Einen sagen, niemals sei seine Leiche im Flusse gefunden worden; die Andern, Fischer hätten sie herausgezogen, sie der Waffen beraubt und verscharrt." (S. Giesebrecht a. a. O.) Das Herzogthum Eber­hards unterwarf sich nun bald dem königlichen Sieger und der Graf des Niederlahngaues, Konrad Kurzpold, der deu schönen Dom in Limburg gründete und auf der Wilinaburg (Weilburg)

*) Nach Tower Hist. Palatm. wäre Giseldert zu Pferde in die Fluchen des Rheines gesprungen, sei aber von der schweren Rüstung zu Boden ge» drückt worden. Nach Schmidt, hessische Geschichte, wäre der Ort des Ueder« falls zu Vreisig gewesen, doch liegt dafür kein weiteres Zeugniß vor.