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hielten Schutzbriefe und gegen eine Abgabe von st Thaler jährlich die Erlaubniß, in der Grafschaft Handel Treiben zu dürfen, Sie besitzt ihren eigenen Neligionslehrer. Die Synagoge, im Jahre 1844 umgebaut, ist klein, aber recht schon eingerichtet, liegt am westlichen Ende der Engerserstraße. Ihr Begräbnißort befindet sich auf einem Hügel über Niederbieber. Im Jahre 181? wurden 210 Israeliten gezählt; 1867 waren es 394 Seelen,
Amen- und KlllnKtnpsttnt.
Die Wohlthätigkeit ist in Neuwied sehr opferwillig. Besonders ist es das fürstliche Haus, welches sich der Armen und Kranken der Stadt mit großer Liebe annahm und noch bis in die neueste Zeit ist kein wichtiges Ereignih, sei es Trauer, sei es Freude, an der fürstlichen Familie vorbei gegangen, sie hat der Hülfsbebürftigen gedacht.
Das Armenhaus (in der Friedrichstraße) für arbeitsunfähige Personen, eine städtische Anstalt, hat ihr Entstehen dem Grafen Friedrich Alexander zu verdauten, welcher zum Zweck der Erbauung eines Armen- und Krankenhauses am 14. Juni 1756 die Armenhauskasse mit einem Fonds von 870 Thalern 1« Alb. 4 Pf. begründete. Mit diesem Armenhause wurde noch das ehemalige Hospital nnd eine Pflegeanstalt für fremde erkrankte Gesellen verbunden. Außerdem begründete Friedrich Alexander mit feiner trefflichen Gemahlin Karoline die große Mildenlasfe für arme Wittwen und Waifen, die jetzt über ein Capital von mehr als 9UN0 Thlr. verfügt, wozu der Fürst Friedrich Karl vor seiner Entsagung die Einkünfte des Ebenfelder Hofes bestimmte und die Fürstin Luise u. a. Glieder des fürstlichen Hauses reichliche Beiträge steuerten. Ebenso ist die fürstliche Lchullafse für arme Gemeinden und Lehrer entstanden, die ein Eauital von 950U Thalern besitzt. Der Frauenuerein, seit 1829, unterstützt arme Wöchnerinnen; später ist, vorzüglich dnrch die Thätigkeit der 1867 gestorbenen cdeln Prinzeß Thekla, ein Krankenhaus entstanden und 1868 wurde diese Stiftung durch eineil Nenban erweitert. Seit 1837 besteht aus wohlthätige» Beiträgen eine Kleinkinderschule und
