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stehen in ihren neun Stuben (Luther-, Bach-, Körner-, Schiller« Friedrich-Wilhelms- :c. Stube) unter der besonderen Aufsicht der drei ordentlichen Lehrer der Anstalt. Zur Musikübung dienen zwei Orgeln und acht Claviere, Pianino's und Flügel.
Die Directoren dieser stets bewährten Anstalt waren von 1819 bis 1836 die Herren Braun, ein Schüler Pestalozzis, von 1836 bis 1844 Stiehl, jetzt Geh. Oberregierungsrath im Cultusministerium und als solcher für das Schulwesen der ganzen Monarchie in bedeutender Thätigkeit, von 1844 bis 1860 Bühring (starb 1861 als Superintendent und Oberpfarrer zu Schkeuditz bei Halle), von 1860 bis 1868 Schneider, Dr. tlisol.. (jetzt Schul- und Regierungs» rath in Schleswig.) Der jetzige Director ist Herr Schollenbruch. Unter den verstorbenen Lehrern der Anstalt ist besonders Wen dt zu ermähnen, von 1826 bis zu seinem Tode 1850; er war der Musiklehrer der Anstalt, Meister im Clavier- und Orgelspiel und hat in engeren und weiteren Kreisen mit der anerkennensmerthesten Thätigkeit für den höheren Geist in seiner Kunst gewirkt.
Kunst und Wissenschaft.
Lange Zeit hindurch ist die Mufit ein Gegenstand allgemeinen Strebens gewesen. Besonders war der Fürst Ioh. August Karl ein großer Verehrer der Musik; er nahm feinen Diener an, welcher nicht Meister auf irgend einem musikalischen Instrumente war. So mar denn im Schlosse selbst für Orchester-Aufführungen gesorgt, in welchen der Fürst selbst auf der Clarinette und Prinz Karl auf dem Hörne mitwirkten. Die kunstsinnige Prinzessin Louise errichtet« einen Gesangverein, welcher lange Zeit blühete.
Im Jahre 1819 bildete sich unter der Leitung tüchtiger und uneigennütziger Männer auch ein städtischer Musikverein, welcher lange Jahre in Nlüthe stand und sich durch treffliche Aufführungen große Anerkennung erwarb.
Durch deu Tod der musikliebenden Glieder oes fürstlichen Hauses ist später die Kiebe zu der Musik nicht auf der Höhe geblieben, auf oer sie bis zum Jahre <840 stand. Der Dilettantismus nahm ab, die alten trefflichen Kräfte nahm der große Beendiger aller menschlichen Thätigkeit mit sich hinweg, und
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