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manufacturen in Neuwied suchte der umsichtige Graf noch dadurch zu heben, daß er die im Inlande gekaufte Wolle frei anfahren lieh. Im Jahre 1762 ließ er auf dem Hofe Rh ein au, wel­cher etwas oberhalb Neuwied lag und bei dem ersten Uebergang der Franzofen 1795 zerstört wnrde, Manufacturen in Siamosen und Baumwolle einrichten.

Eine Porzellansabrik wurde ebenfalls errichtet und lieferte schöne Maaren.

Das Münzrecht, welches ihm zustand, übte er eine lange Zeit. Die Münze befand sich in der jetzigen Gärtnerwolmung im Schloß- garten. Da ihm aber gar vieler Verdruß daraus entstand, machte er seit 1770 nicht mehr Gebranch davon. Die Geldsorteu waren nach kölnischem Fuße geprägt, namentlich Ducaten, Ortsgulden zu 15 Kreuzern, Stüberstücke und kupferne Scheidemünze.

Wiedische Münze,,.

Für den Seide-, Krapp- und Waidbau zeigte der Graf eben« falls großes Interesse.

Zur Erleichterung der Verbindung mit dem linken Rheinufer lieh der Graf, mit Genehmigung von Churtoln, im Jahre 1743 eine fliegende Brücke anlegen, die ihm aber von Churtrier streitig gemacht wurde, so daß sie nur wenige Jahre in TlMigkeit blieb.