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richtete. Täglich ging eine Nriefpost nach Ehrenbreitstein, zweimal wöchentlich eine Neitpost nach Dierdorf und eben so oft eine Fahr­post nach Ehrenbreitstein. Der erste Postmeister hieß Peter de Croux, der erste Posthalter war Kammer» ath Nillon.

Da Neuwied nur ein geringes Areal für den Feldbau besitzt, so ist dieser Betriebsthätigkeit keine weitere Erwähnung zu geben. Aber gedenken müssen wir hier, wie Friedrich Alexander auch für die Landwirthschaft wirkte. Er errichtete oberhalb Neuwied drei Hofe, Rheiuau, Nheinhof und Geuch, und benutzte sie, na­mentlich den ersten, zu Musterwirtschaften, Seit 1748 verbreitete er den Kartoffel-, fo wie fpäter auch den Kleebau. Tüchtigen Lanbwirthen crtheilte er Belohnungen, fanle ließ er wohl zuweilen durch seine Husaren aus den Betten treiben.

Seit 1856 ist die Localabtheilung XIV. d. des landwirth- schaftlichen Vereins für Nheinureußeu hier thätig.

Im Winter 1855/56 wurde unter der Leitung des geschickten uud kenntnißreichen Wiesenbaumeisters Petry eine Wiesenbau­schule eröffnet, welche bis zum Jahre 1862 sehr thätig war und über 60 junge Leute ausbildete. Der Unterricht lzwei Nintercursus) war gratis und auch der Fürst Hermann unterstützte die Anstalt durch Verleihung eines Locals. Die Schule kam nur deshalb außer Thätigkeit, da das Vedürfniß vorläufig sich nicht weiter aussprach. Es scheint aber, daß dieselbe in kurzer Zeit wieder beginnen wird.

Möchte die frische Oewerbthätigkeit unserer Stadt fortwährend wachsen, blühen und gedeihen und kein verheerender Krieg, gleich einem harten Winterfroste, ihre Früchte zerstören!")

*) Wen» hier viele l^eschiifle nmi Aede»tuü<i eine E,m<1hnll!iq nicht gc- jundcii hublü, so möge es die Veschiänkmig de« N»m»ts ««ljchuldige»!