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Untergähre des Felsenbieres von hier ausgegangen. Außer dem Eisenhüttenwerke Rasselstein, auf der Aubach und der Draht­gießerei zu Augusteuthal, so wie der Alaunfabricatwn auf der Kreuzkirche, wovon wir später reden werden, haben wir der nahe bei Neuwied gelegenen Hüttenwerke Germaniahütte (über die wir die gewünschten Mittheilungeu nicht erhielten) und Hermannshütte zu gedenken. Beide Werke liegen etwas ober­halb Neuwied unmittelbar am Rheine.

DieHer m annshütte ging 1860, welche bis dahin unvollendet geblieben war, auf die jetzige» Besitzer, F romb e rg und deWildt, über, die das Werk bis zum Herbst 1860 vollständig herstellten. Dasselbe besteht aus einem Hochofen mittlerer Größe (42' hoch), der mit Eoaks betrieben wird. In den acht Monaten, worin die Schifffahrt offen ist, wird Spiegeleisen producirt; in den vier Wintermonaten wird Gießerei- und Puddlingseisen gemacht. Das Spiegeleisen wird fast ausschließlich nach England verkauft und daselbst zu Bcssamer Stahl verarbeitet; das übrige Eisen bleibt auf dem Continent. Die tägliche Production beläuft sich auf 40,000 Pfund. Als Rohmaterial werden Coaks von der Ruhr und Saar, Roth- und Brauueiseustein von der Lahn, Spatheisen- uein aus dein Wiedbachthale »nd von der Mosel und Thoneisenstein verwendet. Sechszig Arbeiter sind beständig beschäftigt.

Es ist natürlich, daß bei einer solchen Gewerbthätigkeit auch der Handel nicht zurückgeblieben ist und eine große Anzahl kleine­rer und größerer Handelshäuser den Verkehr der Stadt mit dem weit ausgedehnten Hinterlande nach dem Westerwalde hin u. c>, O. vermitteln. Sehr bedeutend ist auch der Obst-, Frucht- und Samen. Handel, besonders nach dein Niederrheine. Wenn auch Dampf schiffe und Eisenbahn die Blüthe der neuwiedischen Schifferei des vierten und fünften Iahrzehends bedeutend gestört haben, so sind doch noch eine Anzahl Schiffe für den Verkehr thätig. Auch nach dein Westerwalde führen gute Straßen.

Hier müßten wir auch der umsichtigeu Einrichtungen Friedrich Alexanders gedenken, wenn nicht alles, was jene Zeit für großen Fortschritt erkannte oder wenigstens für nothwendig hielt, von der Gegenwart weit überflügelt worden wäre. Wir dürfen jedoch nicht "ergessen, daß Friedrich Alexander mit Thurn und Taxis in Ver­bindung trat und die erste Reit- und Fahrpost zu Neuwied ein-

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