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zum Dioconus, am 2, Sept. 1810 zum Presbyter der Nrüderkirche ordiuirt, wurde er am 24, August 1814 zum Bischof consecrir; und erhielt 1818 einen Ruf nach Gnadenfrei. Im Jahre 1821 wurde er als Mitglied des Helfer- uud Erziehungs-Departements in die Unitäts-Acltesten-Conferenz nach Verthelsdorf berufen, wo er II Jahre thätig war und am 6, December 1831 starb.

Albcrtini ist einer der ausgezeichnetsten Redner der Brüder­gemeinde, in dessen Predigten sich große Wahrheit und Kraft der Ascetik, ueben einer practisch-sinnlichcn Bildlichkeit im Ausdruck der Empfindung, Einfachheit »eben Mannigfaltigkeit und Neiz in der Wiederholung derselben Hanptgegenstände, Lebendigkeit, Fülle, Wahrheit, Frische und Herzlichkeit der Sprache kundgeben.

2. Christoph Neusch.

Von höchst wohlthätigem Einfluß auf die industrielle Ent- wickelung Neuwieds war Ehr. Neusch, der Sohn eines einfachen Tischlers, ans der Röntgenschen Schule. Geboren am 25. Octobcr 1783 fiel die beste Zeit für seine jugendliche Enlwickelung in die Jahre, in welchen seine Baterstadt dnrch die traurigste» Kriegs- uerhältnisse in eine solche Lage gebracht war, daß an eine» gere­gelten Unterricht nicht zu denken war. Er zeichnete sich aber schon frühe durch Fleiß, Thätigkeit und Geschicklichkeit aus und ward unter der Leitung seines Baters ein tüchtiger Tischler.

Sei» Drang, sich zum Architekten auszubilden, führte ihn mit geringen, dnrch angestrengte Arbeit erworbenen Mitteln, von Neu­wied nach Vrannschweig, woselbst er im architektonischen und Planzeichnen, unter der Leitung des Lehrers Kaut (au dem In­stitut Carolina) so rasche Fortschritte machte, daß derselbe ihm sehr bald die Aufsicht an der .^andioerker-Zcichnenschnle anver­trauen konnte.

Es gingen ihm aber die Mittel, sein Studium weiter zu führen, bald zu Ende und so blieb ihm nichts übrig, als wieder zum alten Erwerbszweige zu greife».

In Braunschweig hatte R. inzwischen Gelegenheit, einige große