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3. Joh. Wilh. Ebtlh. Htubtlssll.

Königlich preußisch« Oberregierungirath.

Wenn auf einen Mann der Vers Göthe's »Denn ich bin ein Mensch gewesen Und daZ heißt ein Kämpfer sein!"

anzuwenden ist, so geschieht es mit vollem Rechte auf unseren Heub erger, der als Lehrer, Journalist und Beamter den Kampf geführt und mit Ehren bestanden hat, Neuwied kau» sich eines solchen tapferen Sohnes rühmen,

Heubergers Vater war ein tüchtiger Schlossermeister, Gottlieb H,, der aus Neustadt am Kocher (bei der großen Linde) hier ein­gewandert war; er war zugleich gräflich wiedischer Münzmeister, In England hatte er, von Neuwied entsendet, die noch geheime Kunst der Verfertigung von Eisenblech durch Walzwerke erlernt und auf den« Nasselstein einrichten helfen. So erscheint der schwäbische Schlossermeister in Neuwied als ein sehr begabter Ge­schäftsmann.

I. W. E, Heuberger war am !U. October !?6? geboren, Und hatte schon mit dem neunten Jahre das Unglück, eine Waise zu werden. Doch der Lehrer und Buchhändler Gehra nahm sich des begabten Knaben an uud empfahl ihu fpäter dem trefflichen Grafen Friedrich Alexander und dessen Gemahlin Caroline, die ihn mit ihre» Enkel», de» Söhne,! des Erbprinzen Friedrich Karl, erziehen und unterrichten ließen. Nachdem er zur Erlernung der alten Sprache» die nencrrichtete lateinische Schule unter dem, allen alteren Neuwicderu uoch wohl bekamiteu Professor Bender, be­sucht, trat er mit seinem 17, Jahre in eine andere Neuwiedcr Erziehungsanstalt ein, in welcher er sich weiter ausbildete, besonders auch in den neuere» Sprachen, Hier lag er fleißig den Studien ob und trat mit mehreren, später sehr bedeutenden Männern >n Verbindung,

Der Gras Friedrich Alexander ertheilte ihm bald die Stelle eines Präceptors bei der lutherischen Gemeinde in Neuwied, wo­bei er, wegen geringen Einkommens, noch vielfachen Priuatnnterricht >>i der französischen Sprache und in der Musik ertheilen muhte. Doch verheirathete er sich mit Karoline Lchüler, der Tochter eines