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Lehrers zuMerxheim, mit welcher er sich, bis zu ihrem Tode 1834/ einer langen ungetrübte» Ehe erfreute, Henbergcr durchlebte uu» iu Neuwied alle die Schrecken- und Greuelsceneu des Krieges, die wir bereits keuueu gelernt, trat aber, da er der französischen Sprache vollkommen Meister uud stets um eine» gute» Einfall nicht verlegen war, bei de»! Etadtrathe thätig helfend uud wirkend mit ein und hat sowohl der Stadt, als dem fürstliche» Hause, bei den oft fehr «»bescheidenen Forderungen der französischen Offiziere, manche uicht unerhebliche Erleichterung verschafft.
Er beschäftigte sich schon damals auch mit Journalistik und Schriftstellerei, und sehr anmuthig ist sein Gedicht „Marie Nutoi- uette im Elysium".
Die fortdauernde» Kämpfe i» uud um Neuwied, wobei Leben und Eigenthum der Einwohner in steter Gefahr waren, ueranlaßten ihn 17U6 mit seiner Familie nach Wesel am Nieder- rheine zu flüchten, wo unter dem neutralen preußischen Scepter vollkommene Ruhe herrschte. Dieses war einer der bedeutendsten Wendepunkte i» semem Lebe». Er trat mit einem dortigen Buchhändler, dem Verleger einer sehr verbreiteten westphälischen Zeitung, in Verbindung und übernahm die Rcdactio» derselben, seiner Stellung in Nenwied entsagend.
Henbcrger führte nu» eiu sehr bewegtes literarisches Lebeu. Nicht nur, daß er seinen bedeutenden Neductionsgcschäftcu fleißig oblag, übernahni er auch Eorrespondeuzeu für holländische, englische und französische Zeitungen uud gab mehrere selbstständige Werke heraus. Unter diesen zeichnet sich eine „Geschichte des achtzehnten Jahrhunderts" uud eiu „Nothweudiges Handwörterbuch zur Erklärung aller in deutscheu Büchern uud Journalen vorkommenden srcmden Wörtern, Knnstausdrücken uud Redensarten" aus. Dieses Handwörterbuch erschien 1818 in zweiter Auflage.
Als nach dem Uuglücksjahre 1806 das Herzogthum Berg gebildet und Wefel demfelbcn einverleibt wurde, erhielt er vo» hier aus mehrere Male Aufträge an die Regierung zu Düsseldorf, die er zur großen Zufriedenheit der Bürgerschaft ausführte; aber die veränderte Lage der Verhältnisse lieh ihn für seine Zeituug iu der Ferne große Unsicherheit erblicken, so daß er die, wenn auch mit schwachen» Einkommen begabte Stelle eines Steuer-Receptors annahm und somit in Staatsdienste tr.ck.
