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Napoleon vereinigte i>» Ial,rc 15"« die Stadt und Festung Wesel mit seine!» Neiche n»d die ganze Verwaltung »nirde in französischer Weise eingerichtet, Henberger erhielt die Stelle eines Ober-Sekretärs der Maine mit einem Einkommen von 3600 Franken, Doch gab er seine Zeitung noch nicht auf, Ins ihn ein höchst nnangenehmer Vorfall da-u uothigte. Er war dem Auftrage, den Sitzungen des lutherischeu Eousistoriums in Crefeld beizuwohnen, nachgekommen, während in der Nedaction ein Frcnnd ihn vertrat, der einen sehr unvorsichtige» Artikel über das Kriegstheater in Oesterreich aufnahm. In Folge dessen wurde Heuberger einige Wocheu nachher verhaftet und von Gensdarnien nach Aachen begleitet. Von den Vehördeu nnirde er wohlwollend behandelt, so baß er nach einigen Tagen wieder an den häusliche» Heerd zurückkehren konnte; auch wurde die Zeitung uicht unterdrückt. Ne- dacteur und Verleger hielten es jedoch für angemessen, dieselbe eingehen zu lassen.
Als die uapoleonische Herrschaft sich immer weiter in Nord- deutschlaud nnsbreitete, wurde ein Oberemsdepartement, mit dem Sitze in Osnabrück gebildet, und Heuberger znm Oeneral-Sekre- tür des Präfelten ernannt. Er blieb hier unter den freund- lichsten Verhältnisse», bis die Ereignisse des Jahres t8!3 der französischen Herrschaft ein Ende »lachten und das Herannahen der Kosaken das ganze Vcrwaltnngspersonal nöthigte, an: Abende des 2. Novembers Osnabrück zu verlassen. Henberger hatte sich !>>er so große Anerkennung erworben, daß die angesehensten Einwohner der Stadt ihn zum Bleiben zu veranlassen suchten, um iu nie neue Verwaltuug einzutreten. Er konnte sich aber nicht dazu "erstehen.
Nach einen: knrzen Aufenthalte iu Wesel zog Heuberger nach Krefeld, wo er mit seine,» Sohne, dein noch unter uns wandelnde" H. Karl Henberger, Landrath a. D„ welcher auch schon längere Zeit in der französische» Verwaltung thätig gewesen war, der »eueu Gestaltung der Dinge wartete.
Der Pariser Frieden war abgeschlossen und Beide begäbe» sich "«ch Aacheu, um dem General-Gouuernenr Sack ihre Dienste anzubieten, die dieser auch freundlich annahm, da sie schon von Nestrchalen her durch deu Oberpräsidenten vo » Vincke, so wie von dem General-Gouverneur I. Gruuer, gut empföhle» waren.
