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Heuberger siedelte nach Aachen über und erhielt hier, unter Beibehaltung seines bisherigen Titels und Gehaltes, die Stellung eines vortragenden Rathes bei der Person des General-Gouverneurs selbst, der ihm die wichtigsten Angelegenheiten vertraute. Als im Frühjahr 1815 die Huldigung der Rheinprovinz angeordnet wurde, hatte Heuberger deu ganzen Betrieb dieser Angelegenheit zu besorgen. Auch war er es, der am 15. Mai 1815 zu Aachen von einer Estrade an der Treppe des Nathhauses herab das Vesitznnhmepatent des Königs verkündigte und den Huldigungs- Devutirten den Eid vorlas.
Als der General-Gouverneur Sack zum Oberpräsidenten von Pommern ernannt wurde, hatte Heuberger den Schmerz aus seiner Stellung zu komme» nud endlich zum Negierungssekretär in Minden ernannt zn werden, eine Stellung, die er nicht einnahm. Er blieb, als Mitglied der General-Liquidations-Eommission gegen Frankreich in Aachen, und erhielt dann im Herbste 1818 die Ernennnng zum Rcgierungs-Nathe in Coblenz; er mnßte jedoch noch, während der Daner des Eongresses, im Bureau des Staatskanzlers Aushilfe leisten.
Zu Cob lenz trat Heuberger nun in einen bedeutenden Wirkungskreis ein und es gelang ihm auch hier sehr bald, nicht nur zu seinen Vorgesetzten nnd Collegen, sondern auch zu deu sonstigen Notabilitätcn, sich in ein angenehmes Verhältnis^ zu stellen, welches von Jahr zu Jahr zunahm und ihn zum Manne des Vertrauens auch unter der ärmeren Volksklasse machte, die sich mit ihren Gesuchen gern persönlich an ihn wandte.
In seinen verschiedenen Stellungen ist ihm auch mannichfache Gelegenheit geworden, seine Dankbarkeit und Verehrung für das fürstliche Haus zu bethätigen, dessen volle Anerkennung und Liebe er sich auch wieder in einem hohen Grade erworben. Auch erhielt er die Ausgab >, in Neuwied die Union der reformirteu und lutherischen Gemeinde zn bewirken, was jedoch nicht gelang.
Im Jahre 1826 trat Heuberger in die erledigte Stelle eines Ober-Negierungsrathes und Dirigenten der Abtheilnng des Innern, in welcher Stellung er sich hohe Verdienste um alle dahin einschlagenden Angelegenheiten erwarb; besonders zeigte er große Sorgfalt für das Schulwefen.
So ging fein fruchtreiches Leben in Anerkennung und Thätig-
