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leit hin, öfters mit wichtige» Aufträgen betraut, wie z. B. im Jahre 1832, als Stellvertreter des Regiernngs-Präsidenten von Delius zu Köln, während dieser als Präses der Nheinschifffahrts- Eommission in Mainz beschäftigt war, und wenn es ihn auch schmerzlich berührte, dah verschiedene Male jüngere Beamte in Besetzung höherer Stellen ihm vorgezogen wurde», so wurde ihm doch von maßgebender Stelle stets die Versicherung, daß diese Zurück- selMig uicht iu seiner Persönlichkeit ihren Grnnd hatte.

Seine Geistcsfriiche, seine» köstlichen Humor und seine aus­gezeichnete Arbeitskraft behielt er bis in fein hohes Alter; dabei unterließ er es nicht, täglich mehrere Stunden sich durch Spazier­gänge dem Genuß der frischen Luft hinzugeben. Erst im Jahre 1847 trat er, von dem Könige mit dem rotheu Adlerorden zweiter Classe mit Eichenlaub begabt und von allen Seiten mit den ehren­vollsten Beweisen von Zufriedenheit, Hochachtung und freuudfchaft- licher Theilnahme begleitet, in den Ruhestand. Er zog nach St. Goar, wo sein Sohn königlicher Landrath war und wo er in dessen Familie, so wie im gesellschaftlichen Leben, noch mancher Freuden genoß. Doch nahmen vom Jahre 1348 nn feine Kräfte sehr schnell ab und eine Lnngenlähmnng, welche ihn zn Ende des Mai 1849 befiel, machte am 3. Inni seinem thätigen Leben, wie er es schon früher oft gewünscht, ein schnelles Ende.

Wer den würdigen Mann kannte, gedenkt seiner nur mit Liebe und Verehrung. __________

Wilhelm Thor»,

arohbritanijcher Oberst > Lieutenant.

Ein im Krieg und im Frieden, niit der Feder und mit der That ausgezeichneter Mann war W. Thorn, der Sohn schlichter Bürgersleute in Neuwied, geboreu am 22. Mai 1780. Er erfreute sich einer für die damalige Zeit guten Schulbildung, besonders durch seinenPräceptor" Heuberger, der ihn auch der franzölifchen Sprache mächtig machte. So kam er, kaum dem Knabenalter entwachsen, in Verbindung mit einem englischen Stabs­offizier, Major Gordon, dem er nach England zu folgen wünschte. Seine Eltern gaben aufaugs nur uugern ihre Zustimmung zu