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Kenntnisse und Erfahrungen konnten beide Weitgereisten über ferne Welttheile sich gegenseitig mittheilcn! Noch in den letzten Jahren hatte Thorn die Freude, die zu dem großen Werte des Prinzen Max,Reise nach Nordamerika", erforderliche Karte zu zeichnen. Eben so stand er zu dem Lehrer seiner ersten Jugend, dem Ober-Regierungsrath Heuberger zu Coblenz, in den innigsten Verhältnissen.

In dem Schoohe seiner geliebten Familie, die meisten seiner Kinder um sich versammelt, verschied er nach einem dreitägigen Krankenlager, in Folge einer Lungenlähmung, am 29. November 1843. Im Bewußtsein und Mitgefühl des herben Schmerzes der lieben Angehörigen, die sein Sterbelager umstanden, nahm er keinen anderen Abschied von ihnen, als den allabendlichen, wen» er zu Bette ging; er sagte Jedem eine gute Nacht und entschlief sanft und Gott ergeben in der freudigen Hoffnung eines feligen Erwachens und Wiedersehens dort Oben.

Sein Grabdenkmal enthalt die von ihm früher felbst verfaßte, sinnige, fein Leben characterisirende Inschrift:

Vom himaloyll'Gebirg und von de» Ufer» des Gange« An die de? heimatlichen Rheines zurückgelehrt, Ward hier die Saal von Gott ssesäet, Um dort im Himmel zu reifen," So war Thor n als Krieger, Bürger und Christ; aber auch als historifcher Schriftsteller hat er sich großen Nuhm erworben durch seine Geschichte des Krieges in Indien (M^moir ot tK« v?»r in luclia oto., lionclon 1818), ins Deutsche übertragen von dem Hauptmann Hofmann, dem früheren Erzieher der fürstlichen Kinder in Neuwied und durch seine Geschichte der Eroberung von Java (Nomoir »f tlis oon^usst ok^ava, I^onäon 1815). Beide Werke sind mit zahlreichen Plänen, Karten, Ansichten u. s, w. geschmückt und für die Geschichte und Kriegswissenschaft von hohem Werthe. Sie besinden sich daher in allen größeren militärischen Bibliotheken des In- und Auslandes, indem sie über die Krieg­führung, fowie über die betreffenden Länder und Völker die in­teressantesten Berichte geben. Der Verfasser hat Alles gese­hen uud mit erlebt, und in seinen, mit größter Genauigkeit ge­führten, Tagebüchern niedergeschrieben. Seine Sprache ist dabei einfach und schmucklos; wo es aber gilt Großartiges und Erha­benes zu fchildern, geschieht es frei von jeder Uebertreibnng.