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Das Englische hatte er so in seiner Gewalt, daß man in Eng­land nicht ahnte, der Verfasser sei ein Deutscher.

Wir aber freuen uns eines solchen Landsmannes!

Die Familie Nöntgen.

Der Name der Familie Röntgen und der der Stadt Neu­wied sind so eng mit einander verbunden und beide erinnern so an die Glanzperiode der letzteren, wozu Röntgen auch uicht wenig beigetragen, daß es durchaus nicht zu rechtfertigen wäre/ wollten wir der Familie nicht in allen ihren bemerkenswerthen Gliedern nachgehen. Und bemerkeuswerth siud sie fast alle, na­mentlich von unserem Standpunkte.

Am 24. October 1753 kam der Knnst- und Cabinetstischler Abraham Nöntgen nach Neuwied, wo sich unter der Herr­schaft des wohlwollenden Grafen Friedrich Alexander eincBriider- gemeinde sammelte. Abraham Nöntgen war 1711 in Mülheim am Rhein geboren, wo seine ans der Pfalz stammende Familie im I. 1L84 in Folge der französischen Berheerungskriege sich nieder­gelassen. A. Nöntgen hatte sich in mehreren großen Städten in seinem Geschäfte vervollkommnet uud war dann nach London ge­gangen, wo er mit den Grundsätzen der Brüdergemeinde bekannt wurde und sich ihr anschloß. Er zog dann nach dein Herr n h a a g, einer damals blühenden Brüdergemeinde bei Büdingen und achtete dort eine Knnsttischlerei ein. Hier wurde ihm am II. August 1743 sei» ältester Sohu David geboren, der nachher so berühmt gewordene Geschäftsmann. Aber schon zehn Jahre später war Abraham N. mit seiner Familie wieder ein armer Auswan­derer, wie seine Borfahren es gewesen, indem die Intoleranz der Grafen von Isenburg - Büdingen die Brüdergemeinde von Herrn­haag vertrieb. Noch heute stehen dort einzelne Gebäude der einst sc> blühenden Gemeinde.

Mit nenem Muthe nnd mit gutem Erfolge betrieb nun A. Röntgen von 1753 an in Neuwied fein Geschäft, das David ^o'litgen im Jahre 1772 übernahm, wahrend der Bater sich nach Herrnhut zurückzog, wo er 17U2 starb.